Österreich

Stadt hat zu wenig Geld für kriminelle Jugendliche

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:33

Raphael S. (13) stahl seiner Mutter das Auto, um damit in Tschechien Waffen zu kaufen - wir berichteten. Wie dieser aktuelle Fall zeigt, werden Kriminelle immer jünger. "Heute" liegt ein internes Papier der Polizei über Kinderbanden vor. Es liest sich wie ein Hilfeschrei.

Raphael S. (13) stahl seiner Mutter das Auto, um damit in Tschechien Waffen zu kaufen – wir berichteten. Wie dieser aktuelle Fall zeigt, werden Kriminelle immer jünger. "Heute" liegt ein internes Papier der Polizei über Kinderbanden vor. Es liest sich wie ein Hilfeschrei.

In dem Papier sind die Straftaten einer in ganz Wien "tätigen" Kinder- und Jugendbande (13 bis 17 Jahre) zusammengefasst. Besonders hervorgetan haben sich laut Polizei Raphael S. und Manuel S. (ebenfalls 13). Auf ihr Konto sollen Auto-, Moped- und Handydiebstähle sowie schwerer Raub gehen. Die Exekutive spricht davon, dass in diesen Fällen "dem Gesetz Grenzen gesetzt" sind.

Im Papier heißt es: "Rücksprachen mit dem Jugendamt ergaben, dass der MA 11 für Auslandsaufenthalte, Outdoor- Pädagogik oder Ähnliches die Mittel gestrichen wurden." Und weiter: "Tatsache ist, dass diesen unmündigen Burschen nicht jede Hilfe zukommt, um zu verhindern, dass einer von ihnen demnächst eine Tat begeht, bei der Personen schwer verletzt werden."

Das Aggressionspotenzial ist laut Polizei jedenfalls vorhanden. Beim Jugendamt bestätigt man, dass es eine auf Outdoor-Pädagogik spezialisierte Pädagogin nicht mehr gibt." In diesem Alter erzeugt aber Druck ohnehin nur Gegendruck", so Sprecherin Herta Staffa zu Heute. Klingt fast so, als hätte man die Burschen schon aufgegeben.

Robert Zwickelsdorfer

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