Stadt-Lkw erhalten Abbiege-Assistenten

Schon bald sollen alle Müllwagen  mit "Assistent" unterwegs sein.
Schon bald sollen alle Müllwagen mit "Assistent" unterwegs sein.Bild: MA 48
Jetzt soll es schnell gehen: Nach dem Tod eines neunjährigen Schülers steigt die Stadt bei der Nachrüstung der Lkw mit elektronischen Abbiegeassistenten aufs Gas. Ab sofort läuft der "Brummi-Umbau".
Noch gestern forderten Hunderte Wiener bei einer Mahnwache von der Stadt Maßnahmen ("Heute" berichtete). Konkret geht es um Abbiegeassistenten für Lkw.

Diese verbinden eine Kamera mit dem Blinker. Wird dieser betätigt, aktiviert das die Kamera. Läuft eine Person ins "Blickfeld", ertönt eine Warnung.

Jetzt reagiert die Politik:

■ "Verkehr" startet

Den Anfang macht der Fuhrpark der Verkehrsabteilungen: Laut zuständiger Stadträtin Maria Vassilakou (Grüne) werden ab sofort die ersten 37 Lkw nachgerüstet.

CommentCreated with Sketch.7 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. In den nächsten Monaten sollen dann die übrigen Lastwagen der MA28 (Straßenbau), MA29 (Brückenbau) und MA33 (Licht) folgen. "Was ich in meinem Wirkungsbereich tun kann, das tue ich auch", so Vassilakou.

■ MA48 zieht nach

Demselben Ziel folgt auch Umwelt- und Öffi-Stadträtin Ulli Sima (SP). Im Gespräch mit "Heute" kündigte sie den probeweisen Einbau eines elektronischen Abbiegeassistenten in einen Müllwagen an.

Bis Freitag soll feststehen, ob dies den gewünschten Erfolg zeigt.

"Wenn sich das System bewährt, werden wir zackig alle 500 Lkw des Wiener Fuhrparks nachrüsten", so die Stadträtin.

■ Öffis

Ausgenommen von der Nachrüstung sind aber die Wiener-Linien-Busse. Grund: In Wien seien nur Niederflurbusse unterwegs, bei denen es ohnehin nur einen sehr kleinen toten Winkel gebe. Das Thema stelle sich daher nicht, heißt es.

■ Gipfel

Bei einem Sicherheitsgipfel am 19. Februar will Verkehrsminister Hofer (FP) über die nächsten Schritte beraten.

Straßensperre für Todeskreuzung kommt

Die Petrusgasse soll an Schultagen zwischen 7.30 und 8 Uhr Richtung Landstraße für den Verkehr gesperrt werden. Bezirkschef Erich Hohenberger (SPÖ) lässt derzeit dafür die technischen Möglichkeiten prüfen.



Dadurch soll in Zukunft verhindert werden, dass Fahrzeuge an der Kreuzung in die Landstraßer Hauptstraße rechts abbiegen können. Anlass ist der tragische Tod eines neunjährigen Schülers, der vor wenigen Tagen von einem Lkw überrollt und getötet wurde. Hohenberger: "Auch die Anbringung eines Schulweg-Piktogramms ist geplant"

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