Stadt schaltet heute 35.000 neue Impftermine frei

Die Durchimpfung der Hochrisikogruppe ist beinahe abgeschlossen, derzeit liegt der Fokus der Stadt Wien auf Risikogruppen, Wienern über 65 Jahren und Menschen mit psychischen Erkrankungen. Ab heute stehen 35.000 neue Impftermine bereit.
Die Durchimpfung der Hochrisikogruppe ist beinahe abgeschlossen, derzeit liegt der Fokus der Stadt Wien auf Risikogruppen, Wienern über 65 Jahren und Menschen mit psychischen Erkrankungen. Ab heute stehen 35.000 neue Impftermine bereit.ALEX HALADA / picturedesk.com
Ab heute stehen weitere 35.000 Impftermine bereit. Nun sind auch Menschen mit psychischen Erkrankungen an der Reihe.

Mit heute, Dienstag, schaltet die Stadt Wien weitere 35.000 Termine für eine Corona-Schutzimpfung frei. Mit 30.000 Terminen entfällt der Löwenanteil an die Gruppe der Risikopatienten, für Hochrisikopatienten stehen 3.000 Termine bereit, für Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen 2.000. Diese dürften bald ausgebucht sein, denn rund 1.600 Wiener mit Erkrankungen wie Depressionen und Co. haben sich bereits vormerken lassen.

Hochrisikogruppe "gesättigt", Risikopatienten steigen

Mit der neuen Zuteilung der Impftermine - verimpft werden dabei ausschießlich die RNA-Vakzine von Biontech/Pfizer sowie von Moderna - will die Stadt einen raschen Abschluss aller drei Gruppen sicherstellen. 

Die Impfaktivitäten konzentrieren sich derzeit auf folgende Gruppen:

- Ältere Wienerinnen und Wiener mit Jahrgang 1956 oder älter

- Hochrisikopatienten jeden impffähigen Alters (also ab 16 Jahren)

- Angehörige von Hochrisikopatienten im selben Haushalt

- Risikopatienten jeden impffähigen Alters

- Menschen mit Behinderung, die nicht in Einrichtungen betreut werden

- Kontaktpersonen von Schwangeren

Die vor rund zwei Wochen freigeschalteten Termine für Hochrisikogruppen, Risikogruppe und ältere Wiener (ab 65 Jahre) waren in kürzester Zeit vergriffen. Durch diese neuen Termine rückte das Thema "Risikogruppen" wieder verstärkt in den Fokus, was laut Stadt zu zusätzlichen Vormerkungen in beiden Gruppen führte. "Die vorgemerkten Hochrisikopatienten sind mit ausreichend Impfterminen versorgt worden, hier waren kaum neue Anmeldungen zu verzeichnen", heißt es aus dem Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ). Diese Gruppe sei also "gesättigt". Bei den Risikopatienten gab es bisher rund 30.000 zusätzliche Vormerkungen.

Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen als neue Zielgruppe

Anfang April hat das nationale Impfgremium auch Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen (Schizophrenie, bipolare Störung und schwere Depression) in die Auflistung priorisierter Gruppen aufgenommen. Damit die Stadt Wien mehr Klarheit bekommt, musste sie strukturiert vorgehen und zunächst einmal den Bedarf erheben. Das geschieht derzeit noch über die Vormerkplattform mit der eigens geschaffenen Kategorie "Psychiatrische Erkrankungen".

Bis Ende letzter Woche wurde die Anmeldelage genau beobachtet, um abzuwarten, wie viele Personen sich unter dieser Kategorie vormerken lassen. Gestern Früh waren genau 1.574 Personen unter dieser Kategorie vorgemerkt. Für sie wurden nun ebenfalls 2.000 Impftermine freigeschaltet, um noch weitere Bewegungen in dieser Vormerkgruppe abfedern zu können. Auch diese Termine sind ab heute buchbar. 

Neue Termine bringen Tempo ins Impfgeschehen

Mit den zusätzlichen Terminen hofft die Stadt die Gruppen der Hoch- und Risikopatienten rasch mit Erstimpfungen abzuschließen zu können. In allen drei Gruppen wird sowohl mit Moderna als auch mit Biontech/Pfizer geimpft. Geimpft wird in den Impfzentren der Stadt Wien. Die betroffenen Personen werden per SMS und per E-Mail informiert. Die Kontaktaufnahme über diese Kanäle erfolgt schrittweise und nach Alter absteigend.

Neben einem Lichtbildausweis, der E-Card, dem ausgefüllten Impffragebogen, dem Impfpass und einer FFP2-Maske muss auch eine Arztbestätigung einer Risikodiagnose oder ein persönlicher Brief der Sozialversicherung zum Impftermin mitgenommen werden. Ein kostenpflichtiges Attest ist nicht zwingend erforderlich. Es gibt hier keine speziellen Formerfordernisse.

Im Mai könnten Impfungen bei Betrieben starten

Mit Anfang Mai sollen die Impfungen bei jenen Gruppen, die derzeit im Fokus stehen abgeschlossen sein. Wie es dann weitergeht und welche Priorisierungen in welchem Ausmaß gelten werden, ist von der Impfstofflage im Mai abhängig.

Neben einer allgemeinen Impfschiene, die nach Alter absteigend aufrecht bleibt, könnten höhere Impfstofflieferungen den Fokus wieder stärker auf Berufsgruppen lenken, die viele unvermeidbare Kontakte haben. Die Ärztekammer Wien hat bereits gefordert, verstärkt jüngere Menschen zu impfen, nachdem sie gerade hauptsächlich die Spitalsbetten belegen.

Bereits im März hat die Stadt Wien gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Wien alle in Wien ansässigen Betriebe kontaktiert, um ihre MitarbeiterInnen in fünf Kategorien je nach Expositionsgrad (zum Beispiel mit Kundenkontakt) zu unterteilen. Wenn es die Impfstofflage zulässt, könnten bereits im Mai die ersten Impfungen in diesen Bereichen stattfinden.

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