Stadt Wien stockt Förderung für E-Lastenräder auf

Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (re.) besucht das LANDKIND, Bauernladen und Marktcafé am Schwendermarkt, das die E-Lastenradförderung des Landes Wien für einen Grätzl-Online-Shop in Anspruch genommen hat.
Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (re.) besucht das LANDKIND, Bauernladen und Marktcafé am Schwendermarkt, das die E-Lastenradförderung des Landes Wien für einen Grätzl-Online-Shop in Anspruch genommen hat.UIV/Daniel Shaked
Die Nachfrage nach E-Lastenräder für Betriebe boomt: Die Stadt hat daher den Fördertopf um 200.000 Euro aufgestockt.

214 Unternehmen wurden bei der Anschaffung von rund 240 elektrischen Lastenfahrrädern und Elektrolastenanhängern finanziell unterstützt. Weitere 148 Betriebe haben sich bereits registriert und bereiten den Kauf vor, heißt es seitens der Stadt. Insgesamt haben damit 362 Unternehmen eine Förderung ausbezahlt bekommen bzw. ist für sie eine finanzielle Unterstützung reserviert.

"Mit der Förderung für E-Lastenfahrräder unterstützen wir Wiener Betriebe beim Umstieg auf klimafreundliche Mobilität. Es freut mich, dass die Förderung so gut angenommen wird. Gemeinsam leisten wir einen positiven Beitrag für das Klima", so Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ).

Unterstützung in der Corona-Krise

Laut Stadt sind die Antragsteller größtenteils kleine und mittelständische Unternehmen aus einer Vielzahl an Branchen – vom Handel zur Gastronomie, vom Kunst- und Kulturbereich bis zum Bauwesen, die auch von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie betroffen sind. "Die Förderaktion leistet damit nicht nur einen wertvollen Beitrag zur Umsetzung der Klimaschutzziele der Stadt Wien, sondern ist auch eine Unterstützung in der aktuellen Krise", so Czernohorszky.

Einer der Betriebe, der die Förderung in Anspruch genommen hat, ist der Bauernladen und Marktcafé LANDKIND im 15. Bezirk. "Im zweiten Lockdown haben wir mit der 'Gemmazone' einen Grätzl-Online-Shop ins Leben gerufen. Neben den Produkten von LANDKIND kann man dort bei 15 anderen Unternehmen aus dem Grätzl einkaufen. Viele Shops. Ein Warenkorb. Eine Zustellung. Ohne die Förderung des Landes Wiens wäre es für uns nicht möglich gewesen, das passende Lastenrad anzuschaffen. Wir haben uns für das eBullitt mit der Lolinerbox entschieden, weil es viel Platz bietet, aber wenig Platz auf der Straße benötigt. Mit dem E-Lastenrad sind wir wesentlich schneller als mit dem Auto. In diesem halben Jahr haben wir beinahe 2.000 Kilometer zurückgelegt", sagt Stefan Rom von LANDKIND.

20 Prozent der Mittel verfügbar

Der Kauf von leichteren E-Lastenrädern für eine Nutzlast zwischen 40 kg und 100 kg wird mit maximal 2.000 Euro gefördert, große elektrische Lastenfahrräder für eine Nutzlast ab 100 kg werden mit bis zu 4.000 Euro (max. 30 % der Netto-Anschaffungskosten) subventioniert. Die Förderaktion endet mit Ausschöpfung des Fördertopfes, spätestens jedoch mit Ende des Jahres. Insgesamt stehen dafür eine Million Euro aus dem Ökostromfonds des Landes Wien bereit, 20 Prozent der Fördermittel sind derzeit noch verfügbar (nähere Infos hier).

Fördertopf für Private ausgeschöpft

600.000 Euro stellte die Stadt Wien zuletzt für Private bereit, die sich ein Lastenrad zugelegt haben. Für 606 Lastenräder und E-Lastenräder wurden bereits eine Förderung ausbezahlt, bei 70 Anträgen läuft derzeit gerade die Prüfung, heißt es von der Mobilitätsagentur gegenüber Radio Wien. Eine "Verlängerung/Aufstockung" sei laut dem Büro von Verkehrsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) geplant.

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