Mit dem Prostitutionsgesetz wurde der Straßenstrich 2011 an den Stadtrand verbannt: Der größte in Auhof wurde nun über Nacht zugedreht - ohne Prostituierte oder Streetworker zu informieren.
2011 an den Stadtrand verbannt: Der größte in Auhof wurde nun über Nacht zugedreht – ohne Prostituierte oder Streetworker zu informieren.
"Plötzlich war alles abgesperrt, 20 Prostituierte hatten keinen Arbeitsplatz mehr, und Streetworker haben blöd geschaut", erzählt Christian Knappik von "sexworker.at". Der Auhof, wo Wiens größter Straßenstrich seit 2011 angesiedelt war, wurde vor drei Wochen ohne Ankündigung abgesperrt. "Ich wusste davon auch nichts", sagt Penzing-Chefin Andrea Kalchbrenner. "Das Gebiet gehört nicht der Stadt, sondern der Asfinag und Privaten."
Auch im für Prostitution zuständigen Ressort von Stadträtin Sandra Frauenberger war man ahnungslos. Skurril: Auch wenn es die Stadt offenbar nicht weiß: Der halbe Auhof gehört ihr, der Rest der Asfinag. "Die hauptsächlich durch Prostitution verursachten Zustände waren unzumutbar", heißt es dort auf "Heute"- Anfrage. Darum habe man das Areal gesperrt. "Die Stadt wurde rechtzeitig informiert."