Nach den "Heute"-Berichten über freilaufende Hunde in Wiener Parks, die andere Vierbeiner attackieren, kündigte die Stadt Wien Schwerpunktkontrollen an. Zur Erinnerung: Hund Taro wurde Ende März im Schweizergarten von zwei Hunden angegriffen. Besitzerin Lina zitterte um das Leben ihres Lieblings.
Nun wurde die Schwerpunktaktion gestartet: Gemeinsam mit dem Veterinäramt (MA60) streift die Polizei durch die Parks und Hundezonen. Zwei Wochen lang werden Leinen- bzw. Beißkorbpflicht und die Chips der Vierbeiner kontrolliert. Außerdem wird nachgeprüft, ob die Halter von Listenhunden über einen Hundeführschein verfügen.
In Wien müssen alle Hunde an öffentlichen Orten einen Maulkorb tragen oder an der Leine geführt werden. In öffentlich zugänglichen Parks und auf Lagerwiesen müssen Hunde immer an die Leine.
50 Euro Strafe, wenn Hundekot nicht weggeräumt wird
Auch die Entfernung der Hinterlassenschaften der Vierbeiner wird streng kontrolliert. Wer erwischt wird, muss 50 Euro Strafe zahlen. "Unser Angebot für die Hundehalter ist groß, wir haben mittlerweile rund 3.600 Sackerlautomaten mit Gratis-Sackerl in ganz Wien aufgestellt", so Tierschutz-Stadträtin Ulli Sima. Sie war am Donnerstag bei einer Kontrolle mit dabei. "Ich freue mich, dass sich der Großteil der Hundehalter an die gesetzlichen Regelungen hält – dafür bedanke ich mich an dieser Stelle. Mir ist das friedliche Miteinander von Mensch und Hund in der Stadt ein zentrales Anliegen und dieses Miteinander funktioniert eben nur, wenn sich alle an die Spielregeln halten." (pet)