Stadt Wien macht 13 Millionen für Lehrlinge locker

Bürgermeister Michael Ludwig (rechts) und Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke schnüren ein weiteres Millionenpaket für Lehrlinge.
Bürgermeister Michael Ludwig (rechts) und Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke schnüren ein weiteres Millionenpaket für Lehrlinge.Michael Indra / SEPA.Media / picturedesk.com
Die Stadt Wien nimmt weitere 13 Millionen Euro in die Hand, um jungen Menschen eine gute Ausbildung und damit Jobchancen zu ermöglichen.

Die Pandemie macht sich zunehmend auf dem Wiener Arbeitsmarkt bemerkbar - hauptbetroffen sind vor allem ältere Arbeitslose und junge Menschen. Deshalb nimmt die Stadt Wien jetzt weitere 13 Millionen Euro in die Hand. "Wir müssen alles dafür tun, dass Menschen wieder in Beschäftigung kommen und dass niemand zurückbleibt", gibt Bürgermeister Michael Ludwig klar die Richtung vor.

3.000 Euro Ausbildungsbonus für Unternehmen

23.859 15- bis 24-Jährige sind derzeit ohne Job oder in Schulungen. In dieser Altersgruppe liegt die Arbeitslosigkeit nach wie vor über neun Prozent über dem Vorkrisenniveau. 4.099 junge Wiener sind derzeit auf der Suche nach einer Lehrstelle. Bereits in der ersten Phase der Corona-Krise hat die Stadt Wien ein Corona-Ausbildungspaket in der Höhe von 17 Mio. Euro geschnürt - jetzt legt sie weitere 13 Millionen drauf, um jungen Menschen eine gute Ausbildung und damit Jobchancen zu ermöglichen - HIER die Maßnahmen im Detail.

Gleichzeitig hilft sie mit dem Wiener Ausbildungsbonus in der Höhe von bis zu 3.000 Euro den durch die Corona-Krise hart getroffen Unternehmen dabei, ihre Fachkräfte für die Zukunft zu sichern. Ausbildungsbetriebe der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft werden für das gesamte erste Lehrjahr eines Lehrlings von den Kosten des Lehrlingseinkommens befreit. Eine Win-Win-Situation.

Alter darf keine Hürde für einen Job sein

"Die Lehrausbildung ist eine wichtige Säule für die Fachkräftesicherung in Wien und sie ist für viele junge Menschen Grundlage für bessere berufliche Entwicklungschancen", so Ludwig. Er will sich mit den Sozialpartnern und Experten des waff sowie des AMS treffe, um zu prüfen, wie die Vermittlung auf offene Lehrstellen weiter verbessern werden kann und welche weiteren Maßnahmen notwendig sind.

Die Stadt Wien möchte Lehrlingen und Lehrbetrieben unter die Arme greifen
Die Stadt Wien möchte Lehrlingen und Lehrbetrieben unter die Arme greifenHERBERT NEUBAUER / APA / picturedesk.com

"Aber es wird von uns auch niemals akzeptiert werden, dass viele – zum Teil hervorragend qualifizierte – Menschen keine Arbeit finden, nur weil sie ihren fünfzigsten Geburtstag hinter sich haben. Alter darf keine Hürde für die Aufnahme einer Beschäftigung sein. Das ist für mich eine Frage des Respekts", erklärt der SPÖ-Landeschef, der weiterhin konsequent an der Joboffensive 50plus festhalten möchte. Und weiter: "Wir werden den kommenden Aufschwung nutzen, um älteren Arbeitslosen weiterhin neue Beschäftigungschancen zu geben: im Bereich der privaten Wirtschaft, bei gemeinnützigen Einrichtungen und ganz sicher auch bei der Gemeinde Wien selbst."

"Ergreift diese Chance!"

Vom Start in den Beruf, über Weiterbildung bis hin zu Umstieg in einen neuen Job - alleine in diesem Jahr stellt die Stadt Wien insgesamt 120 Millionen Euro für neue und bessere Jobchancen der Bürger bereit. Mit dem 13 Millionen Euro schweren neuen Lehrlingspaket verfolge man zwei Stoßrichtungen, skizziert Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke die Schwerpunkte:

"Wir helfen den Jugendlichen, coronabedingte Lerndefizite durch geförderte Nachhilfeangebote wieder wett zu machen und ihre beruflichen Qualifikationen zu erweitern. Dafür verdoppeln wir die von der Wirtschaftskammer neu aufgelegte Förderung für Lehrlinge. Dieses Angebot soll bei jenen ankommen, die es am Dringendsten brauchen. Ich appelliere an die Jugendlichen und auch ihre Eltern: Ergreift diese Chance!"

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