Verstärkter Einsatz gegen Wiens Drogenkriminalität

Vereinter EInsatz für mehr Sicherheit in Mariahilf: Der Koordinator fur Psychiatrie, Sucht- und Drogenfragen der Stadt Wien, Ewald Lochner und der Wiener Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl (v.l.) (c) LPD Wien
Vereinter EInsatz für mehr Sicherheit in Mariahilf: Der Koordinator fur Psychiatrie, Sucht- und Drogenfragen der Stadt Wien, Ewald Lochner und der Wiener Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl (v.l.) (c) LPD WienBild: zVg

Mit einem umfassenden Maßnahmenpaket aus mehr Sozialarbeit, Polizeipräsenz und Sauberkeit wollen Stadt Wien und die Wiener Polizei das Sicherheitsgefühl verbessern.

In den vergangenen Wochen ist das Suchthilfehaus "Jedmayer" am Gumpendorfergürtel 8 (Mariahilf) wiederholt in die Schlagzeilen geraten.

Nun verstärken die Stadt Wien und die Wiener Polizei ihre Kooperation im Kampf gegen Drogen. Polizeiprasident Gerhard Purstl und der Koordinator fur Psychiatrie, Sucht- und Drogenfragen der Stadt Wien, Ewald Lochner stellten nun konkrete Plane vor, wie die Sicherheit im offentlichen Raum fur die Wiener verbessert werden sollen.

Anstieg von Drogenhandel beobachtet

Seit dem heurigen Fruhjahr sei im Bereich Westbahnhof (Rudolfsheim-Fünfhaus) und Umgebung sowie im Bezirk Mariahilf von den im offentlichen Raum tatigen Organisationen ein Anstieg des Drogenhandels, des Aufenthalts von suchtkranken Menschen, Konsumvorgangen und Verschmutzungen festgestellt worden. Als Reaktion darauf seien in den letzten Monaten Maßnahmen in den Bereichen der polizeilichen Kontrolle als auch der Sozialen Arbeit und der Reinigung gesetzt geworden – dies soll nun weiter verstärkt werden.

Situation "nicht zufriedenstellend"

"Wir wissen, dass einige schwer suchtkranke Personen meist unmittelbar nach dem Kauf einer Substanz diese auch konsumieren. Daher ist davon auszugehen, dass der in letzter Zeit verstarkt auftretende Drogenhandel eine wesentliche Ursache fur die derzeitige nicht zufriedenstellende Situation ist. Hinzu kommt, dass sich vermehrt suchtkranke Menschen aus den Bundeslandern haufiger in Wien im offentlichen Raum aufhalten", erklart Lochner.

"Neben der vordergrundigen Tatigkeit, namlich der Bekampfung der Suchtmittelkriminalitat ist es auch der Wiener Polizei ein Anliegen, hier ein sozial vertragliches Bild im offentlichen Raum aufrecht zu erhalten", betonte Landespolizeipräsident Gerhard Purstl. Lochner ergänzte: "Bei allem Verstandnis fur suchtkranke Menschen halten wir eines klar fest: In unserer Stadt gibt es null Toleranz fur Drogenhandel und Konsum von illegalen Suchtmitteln im offentlichen Raum".

Maßnahmen im Detail

• Die Sozialarbeit vor Ort im 6. Bezirk wird weiter verstarkt. Künftig werden Sozialarbeiter ganztagig und flachendeckend prasent sein. Durch ihre Dienstkleidung sind sie sowohl fur die Burger als auch fur suchtkranke Menschen leicht erkennbar.

• Die Kooperation der Stadt Wien mit der Wiener Polizei zur Eindammung der Weitergabe von Substitutionsmedikamenten wird weiter verstarkt. Bei Weitergabe oder Handel erfolgt eine Meldung an die Gesundheitsbehorde und damit automatisch eine engmaschige Kontrolle bei der Abgabe der Medikamente an Suchtkranke.

• Die polizeilichen Einsatzkrafte in den betroffenen Gebieten werden verstarkt: Damit soll verhindert werden, dass sich die Drogenhandelszene verfestigt.

• Die polizeiliche Verfolgung des Drogenhandels wird verstarkt, auch Experten des Landeskriminalamtes Wien werden vermehrt im Einsatz sein.

• Die konsequente Reinigung des offentlichen Raums und von Parkanlagen durch die verantwortlichen Stellen der Stadt Wien wird weiter intensiviert.

Erfolg durch bewahrte Zusammenarbeit

Bereits in der Vergangenheit ist es gelungen, große Herausforderungen durch ein intensives Maßnahmenpaket, bei dem alle relevanten AkteurInnen mitgewirkt haben, zu meistern.

"Bereits die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Zusammenarbeit zwischen Polizei und der Wiener Sucht- und Drogenkoordination sehr gut funktioniert. Diese Zusammenarbeit werden wir weiter intensivieren", so Purstl und Lochner.

Im Kampf gegen die Drogenkriminalität und für mehr (subjektive) Sicherheit setzt die Stadt auch auf die Unterstützung durch die Bevölkerung. Bei wahrgenommenen Missstande wird gebeten die zuständigen Stellen wie Polizei (Notruf 133), das Misttelefon der MA 48 (01/546 48) oder die 24Stunden-Hotline der Suchthilfe Wien (01/4000 53799) zu informieren. (lok)

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