Stadt Wien verkauft Krieau-Gründe im Prater

Eine private Immobilienfirma hat in den vergangenen Jahren Flächen um die Trabrennbahn Krieau gekauft. Jetzt schnappt sie sich den Rest.

Die Rennbahn mit langer Tradition ist nicht mehr im Besitz der Stadt Wien, wie das "Profil" in seiner Montagsausgabe schreibt.

Die Projektgesellschaft Viertel Zwei Entwicklung GmbH & Co Krieau KG hamsterte seit 2004 große Flächen. Jetzt hat die Gemeinde Wien auch die Trabrennbahn selbst verkauft.

Im Grundbuch steht noch die Stadt, doch die "Verbücherung ist im Gange", wie Judith Erlfelder, die Sprecherin des Immobilienunternehmens mitteilt.

Hinter dem Unternehmen steht Michael Griesmayr. Ihm gehören bereits das heutige "Viertel Zwei" und das im Bau befindliche "Viertel zwei Plus".

Preis steht noch nicht fest

Erlfelder gibt an, dass der Preis noch nicht fix sei. Er hängt von der Art der Nutzung und "die erzielbare Bruttogeschoßfläche auf Basis der Widmung" ab.

Alter Verkauf: Ludwig und Faymann in der Kritik

Schon vor Jahren sorgte der Kaufpreis der bereits verkauften Gründe auf der Krieau für Ärger. Der Vorwurf damals lautete, dass die Stadt Wien unter den damaligen Wohnbaustadträten zu wenig Geld verlangt hätte. Politisch verantwortlich waren zu diesem Zeitpunkt der jetzige Bürgermeister Michael Ludwig und Ex-Kanzler Werner Faymann.

Insider fürchten um Zukunft der Trabrennbahn

Die Rennbahn soll erhalten bleiben. Der Pachtvertrag des Trabrennvereins sei unbefristet. Doch laut "Profil" schrillen bei Insidern die Alarmglocken. Der Verein sei nicht gut aufgestellt. Die Mitgliederzahl nimmt ab, die noch verbleibenden Personen seien zum Teil sehr alt. "Sollte er sich eines Tages auflösen, ist fraglich, was mit dem Areal geschieht", zitiert das Magazin einen Involvierten.

(red)

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