Stadt-Winterpaket und Caritas-Winterhilfe starten

Caritas-Mitarbeiterin kümmert sich um Obdachlosen, der auf der Mariahilfer Straße schläft.
Caritas-Mitarbeiterin kümmert sich um Obdachlosen, der auf der Mariahilfer Straße schläft.Bild: Caritas Wien

Von 2. November bis 30. April stellt die Stadt im Rahmen des Winterpakets bis zu 1.200 Schlafplätze zur Verfügung. Auch die Caritas rüstet sich für den Winter.

Das Winterpaket der Wiener Wohnungslosenhilfe bietet allen von Obdachlosigkeit betroffenen Menschen in Wien eine warme Übernachtungsmöglichkeit. Dafür sorgen von 2. November bis 30. April bis zu 1.200 Schlafplätze.

Die Kapazitäten des Winterpaktes werden ergänzend zu den rund 300 Notschlafplätzen, die ganzjährig in Wien zur Verfügung stehen, schrittweise auf- und wieder abgebaut. So wird sichergestellt, dass bedarfsgerecht und flexibel auf die Nachfrage reagiert werden kann. Das Wiener Winterpaket wird gemeinsam mit "wieder wohnen", dem Wiener Roten Kreuz, Caritas, Samariterbund Wien, Volkshilfe Wien und den Johannitern umgesetzt.

78 Millionen Euro für Wohnungslosenhilfe

Knapp 78 Millionen Euro wendet die Stadt Wien 2017 für die Wohnungslosenhilfe auf – davon werden rund 6.200 Wohn- und Schlafplätze finanziert, aber auch Tageszentren wie die JOSI, Beratungseinrichtungen und Straßensozialarbeit. Insgesamt fördert die Stadt Wien über den Fonds Soziales Wien etwa 100 Einrichtungen der Wiener Wohnungslosenhilfe. 11.000 Menschen pro Jahr nutzen die Angebote der Wiener Wohnungslosenhilfe, rund 1.000 ehemals obdach- oder wohnungslose Menschen finden dadurch jedes Jahr eine eigene Wohnung, heißt es am Dienstag in einer Aussendung der Stadt.

Kältetelefon der Caritas
Das Kältetelefon ist ab dem 2. November wieder unter 01/480 45 53 sieben Tage pro Woche, rund um die Uhr bis Ende April erreichbar.

Caritas startet Winterhilfe, Kältetelefon geschaltet

Auch die Caritas startet ihre Winterhilfe für Obdachlose: "Wenn die Temperatur sinkt, steigt der Druck auf obdachlose Menschen. Ab sofort bündeln wir deshalb wieder sämtliche Kräfte, um obdachlosen Menschen im Winter noch besser helfen zu können", so Klaus Schwertner, Generalsekretär der Caritas der Erzdiözese Wien. Das Motto der Caritas für die nächsten Monate laut Schwertner: "Kein Mensch soll auf Wiens Straßen erfrieren!" Dafür schickt die Caritas mehr Streetworker auf den Straßen, stellt 260 zusätzliche Betten in den Notquartieren zur Verfügung und bringt das Kältetelefon wieder online.

50 Freiwillige für Kältetelefon gesucht

Apropos Kältetelefon: Das Kältetelefon ist ab dem 2. November wieder unter 01/480 45 53 sieben Tage pro Woche, rund um die Uhr bis Ende April erreichbar. „Wir bitten alle Wienerinnen und Wiener, die unkompliziert helfen wollen, die Nummer des Kältetelefons ins Handy einzuspeichern und uns anzurufen oder eine E-Mail (kaeltetelefon@caritas-wien.at) zu schreiben.

Im vorigen Winter haben die Caritas auf diesem Weg 4.681 Anrufe erreicht. Dank der Unterstützung von über 50 freiwilligen Dolmetscherinnen und Dolmetschern ist es außerdem möglich, dass unser Streetwork-Team bereits in 23 Sprachen helfen kann", erklärt Schwertner in einer Aussendung der Caritas am Dienstag. (Red)

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