Seinen Augen konnte ein Besucher nicht trauen, als er am 24. September im slokakischen Vysoká pri Morave die Vorbereitungen für das Verkosten von Biber-Gulasch sah. Dazu ein Schild von den Verantwortlichen: Die Stadtgemeinde Marchegg (Gänserndorf).
Dabei ist der Biber laut europäischem Recht streng geschützt. Laut dem nö. Naturschutzbund sei ein „günstiger Erhaltungszustand für den heimischen Bestand zu erreichen bzw. zu erhalten.“ Wie passt das also zusammen?
„Heute“ fragte bei Marcheggs Bürgermeister Gernot Haupt (VP) nach. „Ja, es stimmt, es gab Biber-Gulasch, ich war selbst dort. Bei uns dürfen mittels Bescheids einzelne Biber im Bereich der Hochwasserschutzdämme entnommen werden.“
Das Gulasch-Festival habe Tradition, heuer habe es 17 Kessel gegeben, „mit Straußen- bis zum Fischgulasch“. Es wäre schade, würde man das Biberfleisch entsorgen. Und wie schmeckt Biberfleisch? "Wie ein Wildschwein auf die Art", so Haupt.