"Das ist eine Alibi-Aktion", kritisiert Sozialstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) die .
Mittels "Asyl auf Zeit" soll in Zukunft jeder Fall nach drei Jahren auf den Asylgrund überprüft werden. Es bestehe die Gefahr, dass sich die Neuregelung negativ auf die Erledigungsquote der Anträge auswirken würde – durch einen Anstieg der Bürokratie, so Wehsely.
"Meine große Sorge ist, dass ein integrationspolitisches Wartezimmer entsteht", sagt sie. Und: "Integrationsmaßnahmen von der ersten Stunde an sind wichtig.“ Sollte "Asyl auf Zeit" kommen, fordert Wehsely von der Regierung Deutschkurse und Co ein. Die Stadt Wien gebe fast dreimal so viel für Sprachförderung aus wie das Integrationsministerium in ganz Österreich. Die Kritik übe sie in ihrer Funktion als Sozialstadträtin.
Auch Parteikollege und "Kinderfreunde"-Chef Christian Oxonitsch sprach von einem "weiteren Schritt in Richtung Unmenschlichkeit".