Stadtwerke-Chefin wirft das Handtuch

Bild: Denise Auer

Prozessauftakt am Bezirksgericht Favoriten: Ein Lkw-Lenker hatte beim Rechtsabbiegen auf die Laxenburger Straße drei Fußgänger übersehen, weil ihn die tiefstehende Sonne geblendet hatte.

Einen Knalleffekt wird es in der heutigen Aufsichtsrats-Sitzung der Wiener Stadtwerke geben: Generaldirektorin Gabriele Payr bewirbt sich nicht mehr um eine Verlängerung ihres Vertrages. Der Vorstand soll von vier auf drei Personen verkleinert werden.

Der Vertrag von Payr (54) läuft mit Jahresende aus. Dann dürfte auch ihre Karriere bei den Stadtwerken zu Ende sein. Laut Rathaus-Insidern hatte der eigenständige Kurs der Managerin immer wieder zu Differenzen mit SPÖ-Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner geführt.

Zuletzt musste Payr einen Bilanzverlust von knapp 800 Millionen Euro vermelden. Alle Konzernbereiche rutschten in die roten Zahlen. Als Favorit für die Nachfolge Payrs gilt Marc Hall, Vorstand der Wien Energie. Aufgrund der EU-weiten Ausschreibung ist aber auch eine internationale Lösung möglich. Interessenten für den Top-Job sollte es geben. Immerhin beschäftigen die Stadtwerke 16.000 Mitarbeiter bei einer Bilanzsumme von 3,5 Milliarden Euro.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen