Niederösterreich

Stafford "Kind" von AMS-Empfängerin fiel Frau (63) an

Der bereits mehrmals auffällige Stafford "Kind" war in NÖ durchs Gartentor entwischt und verletzte eine 63-jährige Nachbarin schwer.
27.02.2022, 15:33

Eine 54-Jährige musste sich nach einer schweren Bissattacke des Hundes "Kind" Mitte Juni 2021 in NÖ jetzt wegen fahrlässiger Körperverletzung am Landesgericht Krems verantworten.

Hund büxte aus

Die arbeitslose 54-Jährige, die Frau des Hundebesitzers, der auch einen Hundeführerschein besitzt, hatte an jenem Junitag das Gartentürl geöffnet, um Holunderblüten zu pflücken. "Kind", der bereits in der Vergangenheit auffällig gewesen war und Personen gebissen hatte, entwischte unbemerkt und fiel die Nachbarin (63) an.

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Die 63-Jährige erlitt schwere Bisswunden im Bereich der linken Bauchdecke, am linken Daumen und am linken Kniegelenk. Die 54-Jährige hörte die Schreie des Opfers und zog den Hund schließlich weg.

Vor Gericht in Krems zeigte sich die Arbeitslosengeldbezieherin (730 Euro pro Monat) geständig: "Es tut mir leid. Ich habe das Gartentor zugezogen, aber der Hund muss es wieder aufgestoßen haben."

Vierter Zwischenfall

Da es bereits drei Bissvorfälle gegeben hatte, wurde die Frau des Hundehalters zu fünf Monaten bedingter Haft verurteilt. Das Opfer hat bereits 2.000 Euro Schmerzensgeld von der Versicherung erhalten. Mit den weiteren Forderungen (4.000 Euro für Spital und Therapie) wurde Opferanwältin Sonja Fragner an den Zivilrechtsweg verwiesen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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