Stall krachte auf Pferd, Familie obdachlos

Der Sturm über Ostösterreich ist nicht nur für Menschen gefährlich, auch die Tiere leiden. In Deutsch Haslau in Niederösterreich krachte ein Stall über zwei Pferden und einem Esel zusammen und begrub die Tiere unter sich. Zwei Familien sind obdachlos, weil eine Böe ihre Häuser abdeckte und eine Zirkusfamilie in fünfter Generation steht vor dem Ruin - der Wind riss ihr Zirkuszelt mit.

, in Niederösterreich brachte der Wind zwei Pferden und einem süßen Eselchen fast den Tod. Gegen 16 Uhr verlor ein Pferdestall in Deutsch Haslau im Bezirk Bruck an der Leitha den Kampf gegen die Naturgewalt. Teile des Gebäudes krachten zusammen und klemmte eines der Pferde unter herabfallenden Balken und Gesteinsbrocken ein.

Während der hilflose Vierbeiner nicht wegkonnte, drohte auch noch der Dachstuhl nachzugeben. Hilfskräfte rückten mit einem Telekoplader an, um die Balken abzustützen. Zwei Tierärzte eilten zur Unfallstelle. Eines der Pferde und der Esel konnte aus eigener Kraft aus dem Stall flüchten, das verletzte Pferd musste geborgen werden. Die beiden Ärzte brachten ihren Patienten zum Glück bald wieder auf die Beine.

2,5-Tonnen-Baum kracht auf Haus

In Seebenstein im Bezirk Neunkirchen krachte ein 2,5 Tonnen schwerer Baum auf ein Wohnhaus. Dabei hatten eine Mutter und ihr Kind großes Glück. Passanten sahen die beiden unmittelbar bevor der Baum umstürzte neben dem Baum vorbeigehen. Die Freiwillige Feuerwehr Aspang rückte mit dem schweren Kranwagen aus, um die Schäden am Dach möglichst gering zu halten.

Stromleitung fackelt Wald ab

Während die Tierärzte in Deutsch Haslau das verletzte Pferd versorgten, kämpfte die Feuerwehr im Bezirk Wiener Neudorf gegen ein Feuer, das im starken Wind einfach nicht ausgehen wollte. Gegen 18 Uhr drückte der Sturm in Tiefenbach bei Krumbach mitten im Wald einen Baum um, der auf die Stromleitung fiel. Die Bäume fingen im unwegsamen, steilen Wald Feuer, schnell stand ein ganzer Hektar Unterholz in Flammen. Bepackt mit Schläuchen kämpften sich 12 Feuerwehren mit 120 Feuerwehrleuten durch den Wald und kämpften nicht nur gegen die Flammen, sondern auch gegen den Wind, der die Glutnester immer wieder neu entfachte.

Sturm hinterlässt Familie obdachlos - Dach abgedeckt

Im niederösterreichischen Trumau hat eine Familie im wahrsten Sinn des Wortes "kein Dach mehr überm Kopf". Der Sturm hat das Doppelhaus der Familie Schäfer abgedeckt. "Meine Eltern und unsere zwei Kinder waren im Haus, als es plötzlich krachte und finster wurde. Das Dach hatte der Sturm weggerissen", berichtet Patrick Schäfer. Beim Nachbarhaus ist das Dach ebenfalls weg.

Zirkusfamilie in 5. Generation: Jetzt ist das Zelt weg

Schwer getroffen hat es auch die Zirkusfamilie Klimond vom Zirkus Belli. Der Zirkus hat bis Sonntag in Wr. Neudorf gastiert. Die heftigen Böen haben das Zelt aus der Verankerung gerissen, die Plane ist zerstört. "Wir sind verzweifelt, es geht um unsere Existenz. Ein Zirkus ohne Zelt, den kann es nicht geben", so die verzweifelte Zirkus-Chefin Sylvia Klimond. "Der Schaden beträgt mehr als 25.000 Euro, und wir haben für so einen Fall keine Versicherung. Wir müssen uns jetzt ein altes Zelt ausborgen, um noch nächstes Wochenende hier in Wr. Neudorf spielen zu können", so die Zirkus-Chefin.

Tiere gerettet, doch jetzt droht das Aus für alle

"Wir haben uns sofort um die Tiere gekümmert und sie in Sicherheit gebracht." In der Zwischenzeit hat der Wind das Zelt zerfetzt. "Wir hoffen, dass ganz viele kommen und sich den Zirkus ansehen, damit wir wenigstens einen kleinen Teil des Schaden wiedereinspielen können", hofft Klimond.

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