Wintersport

Stange zerstörte Lauf von Ski-Star – ÖSV schäumt

Johannes Strolz war im Nachtslalom von Madonna auf dem Weg zu einem Spitzenplatz, als ihm eine Stange in die Quere kam. Der ÖSV schäumt nun. 
Heute Redaktion
23.12.2022, 15:38
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Zwei Saisonrennen, zwei Ausfälle – für den 30-jährigen Vorarlberger verlief der Saisonauftakt im Slalom alles andere als nach Wunsch. Dabei sorgte Strolz´ Ausfall beim Flutlicht-Klassiker in Madonna für Kopfschütteln im Ski-Zirkus. 

Stange gebrochen

Strolz, nach dem ersten Lauf auf Platz sechs gelegen, war gerade auf dem Weg zur Zwischenbestzeit, hatte einen Spitzenplatz in Griffweite, als eine Stange abbrach und genau vor die Ski des Vorarlbergers flog. Der Doppel-Olympiasieger konnte nicht mehr ausweichen und rutschte auf der Stange weg. Ein Ausfall, für den der rot-weiß-rote Ski-Star nichts konnte.

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Besonders bitter: Es war nicht die einzige Stange, die sich löste. Gleich elfmal brach ein Slalomtor während des Rennens ab, wie FIS-Renndirektor Markus Waldner nach dem Slalom im "ORF" berichtete. Verantwortlich dafür sei eine fehlerhafte Tranche an Schrauben, die die Stange am im Schnee steckenden Gelenk fixiert. 

Kein Re-Run – ÖSV schäumt

Trotz der Material-Panne durfte Strolz nicht noch einmal an den Start gehen. Dies sei nur erlaubt, wenn sich die gesamte Stange aus dem Schnee gelöst hätte. So ist es "höhere Gewalt", wie der Südtiroler erklärte. Dass der Vorarlberger bereits wieder zurück an den Start kam, hatte keine Auswirkungen. Die Doppel-Null des Technik-Stars war damit besiegelt. 

Das löste beim ÖSV freilich großen Ärger aus, der heimische Ski-Verband fühlt sich von der FIS betrogen, wie Coach Marko Pfeifer im "Kurier" meinte. Strolz nicht noch einmal fahren zu lassen, sei "eine Fehlentscheidung" gewesen, ärgerte sich der rot-weiß-rote Cheftrainer. Demnach würde es im FIS-Regelbuch gleich drei Punkte geben, die für einen Re-Run des Vorarlbergers gesprochen hätten, meinte Pfeifer. "Das sollten die Leute der FIS eigentlich wissen. Das ist ja kein Kinderrennen, sondern ein Weltcup", so Pfeifer. 

Stangen nicht ausgetauscht

Der ÖSV-Cheftrainer ärgerte sich schon allein deshalb, weil es zu dieser Diskussion gar nicht erst kommen hätte dürfen. "Im Weltcup darf so etwas nicht passieren. Da muss ich die Stangen überprüfen oder nach dem ersten Lauf austauschen", meinte Pfeifer.

Der dritte Madonna-Sieg von Daniel Yule, sowie das mannschaftlich starke ÖSV-Ergebnis mit Manuel Feller auf Rang fünf, Marco Schwarz als Sechster, Fabio Gstrein auf Platz acht und Adrian Pertl als Neunter gerieten da zur Nebensache. Immerhin: Im Slalom-Monat Jänner hat Strolz nun die Chance, endlich anzuschreiben. Und die FIS die Möglichkeit, ihre Slalom-Stangen genau unter die Lupe zu nehmen. 

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