Szene

Stantejsky gibt Veruntreuung von fast halber Million zu

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:13

Überraschendes Geständnis im Burgtheater-Skandal: Fast zwei Jahre ist es her, seit Ex-Burgtheater-Vizedirektorin Silvia Stantejsky im Jänner 2014 vor die Tür gesetzt wurde. Nun gab die ehemalige kaufmännische Direktorin zu, Gelder veruntreut zu haben. Es handelt sich um fast eine halbe Million Euro, die zwischenzeitlich im Tresor ihrer Mutter lagerten.

Überraschendes Geständnis im Burgtheater-Skandal: Fast zwei Jahre ist es her, seit Ex-Burgtheater-Vizedirektorin Silvia Stantejsky im Jänner 2014 wurde. Nun gab die ehemalige kaufmännische Direktorin zu, Gelder veruntreut zu haben. Es handelt sich um fast eine halbe Million Euro, die zwischenzeitlich im Tresor ihrer Mutter lagerten.

"Richtig ist der Vorwurf der Veruntreuung der Gelder von Matthias Hartmann und David Bösch, welche diese mir privat zur Verwahrung übergeben haben", gab Stantejsky der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft zu Protokoll. Eine Kopie der Unterlagen ist im Besitz des "profil".

Geld im Safe ihrer Mutter gebunkert

Der ehemalige Burgtheater-Direktor Hartmann gab Stantejsky 293.000 Euro, der Regisseur Bösch 185.500 Euro. Diese insgesamt 478.500 Euro bunkerte die Ex-Finanzchefin im Safe ihrer Mutter. Dann zahlte sie das Geld teilweise wieder auf Konten des Burgtheaters ein, teilweise legte sie es dort in die Kasse. Einen Teil des Geldes verwendete sie aber auch für sich selbst. 

Matthias Hartmann soll einen Großteil seines Geld wiederbekommen haben. 200.000 Euro habe sie ihm zurückgezahlt, so Stantejsky. 

Stantejsky: "Handlungen selber nicht nachvollziehbar"

Mit etwas Abstand auf die ganze Angelegenheit, sieht Stantejsky die Angelegenheit wohl mit ganz anderen Augen. Sie sei unter enormem Druck gestanden. Sie sei überlastet und selbstmordgefährdet gewesen. Jetzt, zwei Jahre später, verstehe sie selbst nicht mehr, wieso sie das damals gemacht habe. "Im Nachhinein betrachtet sind für mich manche Handlungen selber nicht nachvollziehbar", wird Stantejski im "profil" zitiert. 

Es tue ihr Leid und sie bereue ihre Taten, gab die langjährige Burgtheater-Finanzmanagerin der Staatsanwaltschaft zu Protokoll.

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