Szene

Star-Autor ermordet, Cops finden Mörder durch Buch

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:45

Diese Geschichte hört sich an als wäre sie selbst die Handlung eines Buches. Die griechische Polizei fand im letzten Buch des griechischen Star-Autors Menis Koumandareas Hinweise auf dessen Mörder und das Motiv. Koumandareas wurde Anfang Dezember tot in seiner Wohnung in Athen aufgefunden. Seitdem geht die Polizei von einem Mord aus.

Der 83-Jährige wurde erwürgt. In seinem neuesten und letzten Buch "Der Schatz der Zeit" schrieb er vom Mordverdächtigen, wie die Polizei am Freitag bekannt gab. Die Beamten nahmen einen 25-jährigen Mann und dessen Komplizen fest. Beide werden verdächtigt, den Starautoren auf die Seite geräumt zu haben. Dass der junge Mann am Vorabend des Todes Koumandareas besucht hatte, hat er bereits gestanden. Den Mord bestreitet der Verdächtige jedoch.

Mutmaßlicher Mörder wollte Geld vom "Freund"

Der mutmaßliche Mörder gibt an, dass der Autor in seiner Wohnung gestürzt sein soll. Laut dem Anwalt kannte der Tatverdächtige Koumandareas seit sechs Jahren und borgte von ihm immer wieder Geld. Die Polizei verdächtigt den jungen Mann, am Abend des 6. Dezember von dem Autor Geld aus einem Immobilienverkauf gefordert zu haben.

Letzter Roman beschrieb Verdächtigen

Bei den Ermittlungen war der letzte, autobiografisch geprägte Roman des Autors hilfreich, in dem er seine Beziehung zu einem jungen Mann aus Rumänien schildert sowie den Verkauf einer Immobilie nach dem Tod seiner Frau.

 

Koumandareas gehörte zu den bekanntesten Schriftstellern Griechenlands und verfasste rund 20 Romane und Sammlungen mit Erzählungen und Essays. Seine Werke wie "Glasfabrik", "Das Trikot mit der Neun" und "Mein fantastischer Frisiersalon" drehen sich vielfach um die Athener Mittelklasse in der Nachkriegsgesellschaft.

Koumandareas übersetzte auch internationale Bücher ins Griechische, darunter Werke von Hermann Hesse, Ernest Hemingway und Georg Büchner.

 

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