Alfons Schuhbeck (77) bleibt weiterhin auf freiem Fuß. Die Staatsanwaltschaft München I hat die Unterbrechung seiner Haftstrafe bis mindestens zum 5. Mai 2027 verlängert.
Ein medizinischer Sachverständiger kam zu dem Ergebnis, dass der frühere Fernsehkoch "zum jetzigen Zeitpunkt weiterhin nicht haftfähig ist". Der 77-Jährige ist an Krebs erkrankt und wird außerhalb des Gefängnisses behandelt.
Wie "tag24" berichtet, müsste Schuhbeck eigentlich eine Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren und drei Monaten in einem bayerischen Gefängnis absitzen. Diese ist jedoch nicht aufgehoben, sondern nur unterbrochen.
Bereits seit Februar 2025 ist Schuhbecks Haft aus gesundheitlichen Gründen unterbrochen. Sein Anwalt bezeichnete die Erkrankung als "nicht heilbar, fortschreitend". Trotz einer Operation konnte der Tumor nicht vollständig entfernt werden.
Das Landgericht München I hatte den Gastronomen unter anderem wegen Insolvenzverschleppung, Betrugs und vorsätzlichen Bankrotts verurteilt. Eine frühere Verurteilung aus dem Jahr 2022 wegen Steuerhinterziehung wurde dabei eingerechnet.
Mit seinem Firmengeflecht aus Restaurants, Gewürzladen und Partyservice hatte sich Schuhbeck finanziell übernommen. Seine Gläubiger forderten im Insolvenzverfahren 27 Millionen Euro.