Die Regen-Glocke die in den letzten Tagen über Mittel- und Nordeuropa hing, führte nicht nur zu katastrophalen Überflutungen in Slowenien, verheerenden Schäden im Süden Österreichs, sondern auch zu brenzligen Zwischenfällen im Osten Schwedens.
Behörden warnten bereits im Vorfeld, dass es sich um das extremste Wetterereignis seit Jahrzehnten handelt könnte. In zahlreichen Regionen wurde die höchste Warnstufe ausgerufen, mancherorts fiel so viel Regen wie sonst in einem kompletten Monat.
Im Osten des Landes (zwischen Iggesund und Hudiksvall) ist am Montag der Nachrichtenagentur Reuters zufolge ein Zug entgleist, nachdem der Starkregen Teile des Gleisbetts unterspülte. In der Garnitur befanden sich über 100 Passagiere, drei von ihnen mussten verletzt ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Auch im Nachbarland Norwegen wurden einige Zugstrecken lahmgelegt und Fußballspiele abgesagt. In der gesamten Nordseeregion kam es zu Einschränkungen im Zug- und Fährverkehr. Die Bevölkerung ist angewiesen, von nicht unbedingt notwenigen Reisen abzusehen.
Immerhin: Weil sich die Speicherseen durch die heftigen Regenfälle stärker und schneller als üblich füllen, sind die Strompreise für das nächste Quartal um elf Prozent gesunken. Norwegens Premierminister Jonas Gahr Stoere fand klare Wort und führt diese heftiger ausfallenden Wetterereignisse auf den Klimawandel zurück.