Startschuss für umstrittenes Donaubräu

Am Mittwoch, den 13. Februar, eröffnet das neue Mega-Lokal im Donaupark. Die Anrainer sind nicht erfreut.
Eigentlich hätte das Donaubräu bereits vergangenen Juni aufsperren sollen, die Genehmigungsverhandlungen aber verzögerten den Start. Anrainer befürchten ein Verkehrschaos direkt vor ihrer Haustür, bietet das Lokal immerhin Platz für 150 Gäste - im Sommer für zusätzliche 430 im Schanigarten. Silvia Stöger, Anrainerin und Obfrau des Kleingartenvereins Donaupark: „Es werden in Zukunft Tausende von Touristen mit Bussen herangekarrt werden. Wir fühlen uns von der Stadt Wien übergangen," so Stöger gegenüber „Wien heute" und „Bezirkszeitung".

Spezialvorkehrungen sollen Anrainer schützen

Die Donauturm-Betreiber aber geben Entwarnung: Dank eines von Experten ausgearbeiteten Mobilitätskonzepts sei ein Verkehrskollaps auszuschließen. In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft Blaguss werden Shuttlebusse zum Donauturm organisiert, um die Zufahrt mit Privatautos einzudämmen und Parkplatznot zu vermeiden. Eine Schutzwand hin zu den Kleingärten soll die Anrainer außerdem vor erhöhtem Lärm schützen. Dennoch ist mit weiteren Protesten zu rechnen - für ein Erholungsgebiet sei die Bierhalle „einfach überdimensioniert", beklagt Stöger gegenüber der „Presse". Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy (SPÖ) möchte beruhigen, die Interessen der Anrainer würden - nicht zuletzt durch kürzere Öffnungszeiten bis 22 Uhr - berücksichtigt.

Donauturm-Umbau nun fertig

Die Eröffnung des Donaubräus bildet den Abschluss der im vergangenen Jänner begonnenen Renovierungen des Donauturms. Gastronomin Manuela Krings-Fischer und ihr Team setzen auf saisonale Küche mit österreichischen Spezialitäten und wollen vor allem mit Grillhuhn und dem eigens kreierten „Turmbier", einem naturtrüben Märzen, das im Waldviertel gebraut wird, punkten. Das Ziel: „Mit frisch interpretiertem, österreichischem Flair einen echten Lieblingsplatz für alle Wiener schaffen."

Der Donauturm ist ein Aussichtsturm inmitten des Donauparks im 22. Wiener Gemeindebezirk Donaustadt. Er wurde von 1962 bis 1964 anlässlich der Wiener Internationalen Gartenschau errichtet und gilt mit seinen 252 Metern als höchstes Wahrzeichen Österreichs. Der Turm beherbergt seit der Renovierung 2018 diverse Gastronomiebetriebe und erfüllt seit den 1990er Jahren auch andere Funktionen, etwa als Sendestation und Bungee-Jumping-Plattform. Der Donauturm ist ein weithin sichtbarer Werbeträger und ein beliebtes Ausflugsziel.
Die im 1960er-Jahre-Stil gehaltenen Räumlichkeiten, gestaltet von Architekt Gregor Eichinger, sollen künftig sowohl Touristen als auch Einheimische anlocken. Im Sommer hofft der Betrieb auf den Besuch durch Badegäste der umliegenden Bäder und Jungmütter, die im Donaupark mit ihren Kindern unterwegs sind, so Donauturm-Sprecherin Claudia Pich.

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