Die U4-Sanierung geht am 30. April in die nächste Runde. Wegen Modernisierungsarbeiten wird die U-Bahnlinie von Hütteldorf bis Hietzing gesperrt. Ab 2. Juli wird die Sperre dann bis zur Station Schönbrunn reichen.
Die U4-Sanierung ist in der nächsten Runde. Wegen Modernisierungsarbeiten wurde von Hütteldorf bis Hietzing gesperrt. Ab 2. Juli wird die Sperre dann bis zur Station Schönbrunn reichen. Schon seit der Sperre um 0.30 Uhr in der Nacht auf Samstag zeigte sich, dass ein Verkehrschaos nicht ausbleibt.
Zwischen den U4-Stationen Hütteldorf und Hietzing gibt es seit der Nacht keinen U-Bahnverkehr. Am Vormittag waren lange Blechschlangen an der Schlossallee und beim Schloss Schönbrunn stadtauswärts zu beobachten, das befürchtete Verkehrschaos trat ein. "Es gibt bereits erste Staus, und das in einem für Samstagvormittag heftigen Ausmaß", so ÖAMTC-Sprecher Harald Lasser gegenüber dem "ORF".
"Es ist zu befürchten, dass der Stau an 'normalen' Tagen, etwa zu Wochenbeginn, noch wesentlich weiter zurückreichen wird, wahrscheinlich bis zur Winckelmannstraße", warnt Lasser vor einer weiteren Verschärfung des Chaos. Zwar gibt es einen Ersatzverkehr mit Bussen im Dreiminutentakt - für diesen musste aber die Linksabbiegespur von der Hadikgasse bis zur Kennedybrücke gesperrt werden. Die übrigen Fahrstreifen waren in Folge komplett überlastet.
Grund für die Arbeiten
Der komplette Gleisuntergrund und die Gleise werden erneuert, daher ist für die Dauer der Arbeiten in diesem Abschnitt kein Betrieb möglich. Die Erneuerung soll die U4 künftig verlässlicher machen. Ab 2. Juli werden die Bauarbeiten bis nach Schönbrunn verlängert und die Station dann zur vorrübergehenden Endstation im Westen Wiens. Pünktlich zu Schulbeginn am 5. September soll der Betrieb wiederhergestellt werden.
So entgehen Sie dem Chaos
Als wichtigste Ausweichrouten bieten sich die in der Nähe der U4-Trasse verlaufenden Straßenbahnlinien 49, 52 und 58 an. Sie sind teils in kürzeren Intervallen bzw. mit größeren Zügen unterwegs. Darüber hinaus sind die aus Hütteldorf weiter nach Wien fahrenden Regionalzüge und S-Bahn-Linien (S45, S50 und S80) gute Alternativen.
Sie bieten nach kurzer Fahrzeit eine Umsteigemöglichkeit ins U-Bahn-Netz. Für jene Fahrgäste, die keine der beiden anderen Alternativen nutzen können, wird entlang der U4-Strecke ein Zusatzbus fahren. Die Wiener Linien bitten ihre Fahrgäste während der U4-Sperre jedenfalls ein zusätzliches Zeitpolster für ihre Ersatzroute einzuplanen.
"HEUTE"-Entnahmeboxen
Ihre Gratiszeitung "HEUTE" finden Sie direkt bei allen Haltestellen des Schienenersatzverkehrs!
Info-Offensive
Seit Tagen ist Info-Personal direkt vor Ort. Zusätzlich laufen Durchsagen zur U4-Sperre im ganzen U-Bahn-Netz. Info-Folder in deutscher und englischer Sprache liegen in Info-Stellen und U-Bahn-Stationen auf. In Zusammenarbeit mit den ÖBB informieren die Wiener Linien auch Pendler, die aus Niederösterreich Richtung Wien kommen.
In den ersten Tagen der Sperre werden bis zu 70 Info-Mitarbeiter Fahrgäste dabei unterstützen, den für Sie besten Weg zu wählen. Infowagen werden in einer Grätzeltour im 13. und 14. Bezirk die Anrainer informieren. Auch die Wiener Öffi-App "Quando" zeigt Ausweichrouten.
Für den Schienenersatzverkehr wird bei der Westausfahrt eine Fahrspur gesperrt - mit erhöhter Staugefahr. Viele Autofahrer haben schon bemerkt, dass zwischen Schönbrunn und der Kennedybrücke eine Fahrspur für den Individualverkehr gesperrt wurde. Dort fährt ab Samstag der Schienenersatzverkehr "U4-Z" in Drei-Minuten-Intervallen.