Am Freitag findet in der Hofburg der Akademikerball statt. Und das bedeutet: Demonstrationen und Verkehrschaos. Autofahrer sollten ab spätem Nachmittag die Innenstadt meiden.
Ab 16 Uhr sammeln sich die Demonstranten am Universitätsring. Laut ÖAMTC wird der Ring ab Operngasse ab ca. 16.45 Uhr gesperrt. Für 17 Uhr ist der Start des Protestzugs angesetzt. Vom Schottentor aus geht es über Schottenring - Wipplinger Straße - Hoher Markt - Rotenturmstraße – zum Stephansplatz. Staus werden nicht ausbleiben.
Sperren, Umleitungen und Fahrplanänderungen
Auf Abschnitten der Ringstraße, der Burggasse, der Neustiftgasse, dem Rennweg, der Prinz-Eugen-Straße, im Raum Schwarzenbergplatz und Karlsplatz muss mit Verkehrsanhaltungen und Umleitungen gerechnet werden. Die Wiener Polizei empfiehlt, den gesamten innerstädtischen Bereich großräumig zu umfahren.
Aber auch Benützer öffentlicher Verkehrsmittel müssen mit Einschränkungen im innerstädtischen Bereich rechnen. Bus- und Straßenbahnlinien im 1. Bezirk werden eingestellt oder kurzgeführt bzw. umgeleitet. Die Wiener Linien informieren über Änderungen der Fahrpläne. Bei der Polizei will man sich bemühen, die Verkehrssperren und Umleitungen so kurz wie möglich zu halten.
Weniger Demonstranten erwartet, kleinere Verbotszone
"Erwartet werden 2.000 bis 3.000 Demonstranten", diese Einschätzung ginge auch vom Veranstalter aus, so Polizeisprecher Paul Eidenberger. Im Vergleich zur Teilnehmerzahl vom letztjährigen Akademikerball-Demo weitaus weniger, wo sich 8.000 Menschen eingefunden haben. Dementsprechend fällt auch die Verbotszone heuer kleiner aus.
Radikale Demonstranten, wie etwa Angehörige des schwarzen Blocks, werden nicht erwartet. "Wir beobachten aber die Vorgänge rund um den Akademikerball", so der Sprecher. Die Polizei will mit 1.900 Beamten für die nötigen Sicherheitsmaßnahmen sorgen.
ÖH Uni Wien ruft zum Protest auf
Die Österreichische Hochschülerschaft sieht den heurigen Protestmarsch als besonders notwendig. "Am 25. Jänner findet in der Wiener Hofburg zum wiederholten Mal der sogenannte 'Akademikerball' der deutschnationalen Burschenschaft statt, ausgerichtet von der rechtsextremen FPÖ. Bei dieser vermeintlichen Tanzveranstaltung handelt sich um das größte Vernetzungstreffen der europäischen extremen Rechten in Österreich", so Sandra Velebit, Vertreterin des Verbands sozialistischer Studenten.
(bai)