Bettler mit Krücke braucht keine Krücke

(Symbolbild)
(Symbolbild)Bild: Lance Grandahl/Unsplash
Er kam mit Krücke in den Gerichtssaal gehumpelt, nur um vor der Richterin auszusagen, dass er die Gehhilfe gar nicht braucht.

Am Freitag ist ein Bettler in der Steiermark zu zwei Monaten bedingter Haft verurteilt worden. Er hatte in Graz jahrelang vorgegeben, mit einer Krücke durch die Stadt zu humpeln. Die Anklage legte dem Rumänen zur Last, mit dem Schwindel über 5.000 Euro erschlichen zu haben.

Er er anfangs beim Betteln nur auf dem Boden gesessen, sagte der Angeklagte vor der Richterin, nachdem er mit der Krücke in den Gerichtssaal gehumpelt war. Mit dem vorgetäuschten Gebrechen habe er aber einen Anstieg bei den Spenden bemerkt. Er bestritt aber, 5.000 Euro bekommen zu haben.

Einsichtig

Die Richterin glaubte seiner Darstellung, mahnte aber auch: "Sie schaden damit Ihrem ganzen Stand, man weiß ja nicht mehr, wer wirklich ein Gebrechen hat und wer nicht. Sie schüren damit das Misstrauen", wird sie von "ORF Steiermark" zitiert.

Der Rumäne beteuerte, die Krücke ab sofort nicht mehr einzusetzen – und humpelte nach dem nicht rechtskräftigen Urteil aus dem Saal.

Die Bilder des Tages

(red)

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:
Sturm GrazGood NewsLPD Steiermark

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen