In der laufenden Saison sind die Ausgaben der Teams in der Motorsport-"Königsklasse" auf 141,2 Millionen US-Dollar beschränkt. Zuletzt hatten allerdings auch die Rennställe mit stark gestiegenen Kosten zu kämpfen - vor allem beim Transport. Deshalb deutete Red-Bull-Teamchef Christian Horner bereits an, dass sich das eine oder andere Team die Reise zu den Übersee-Rennen am Saisonende nicht mehr leisten könnte. Und Berater Helmut Marko berichtete vor dem Spielberg-Wochenende, dass Red Bull bereits Probleme habe, geeignetes Personal zu finden, schließlich muss sich der Rennstall an das Kostenreglement halten.
In einem Treffen aller Teamchefs mit dem FIA-Präsidenten Mohammed bin Sulayem und den Formel-1-Bossen wurde am Freitag schließlich eine Einigung gefunden. Die Budgetgrenze wird aufgeweicht, Teams dürfen nun doch mehr Geld ausgeben: nämlich 3,1 Prozent.
Ursprünglich wäre für die Saison 2023 eine Inflationsanpassung des Budgetdeckels angedacht gewesen. Diese wird nun auf die laufende Saison vorgezogen. Alle Teams dürfen ab sofort 4,4 Millionen US-Dollar mehr ausgeben.
Welche Strafen auf die Teams im Falle des Nichteinhaltes der neuen Budgetdeckelung zukommen könnten, wurde jedoch offen gelassen. Klar ist nur, dass zwischen geringen Überschreitungen bis zu fünf Prozent und deutlichen Überschreitungen - alles über fünf Prozent - unterschieden wird. Von einer Geldbuße über eine Reduktion des Budgets für die kommende Saison bis hin zum Ausschluss aus der Weltmeisterschaft ist alles möglich.