Mit der Eröffnung der Badesaison füllen sich die vielen Pools der Wiener Freibäder wieder mit zahlreichen Familien, Wasserratten und Badenixen. Schließlich geht an heißen Sommertagen nichts über eine Abkühlung im Wasser. Doch der Preis für diesen Spaß scheint für die diesjährige Badesaison viel höher auszufallen als in den letzten Pandemiejahren.
Der Standardpreis im Freibadliegt für Erwachsene, nach Online-Angaben der Stadt Wien, bei 6,20 Euro, ein deutlich höherer Tarif im Vergleich zu den Kosten aus dem Vorjahr. Die Erhöhung der ursprünglichen 3,00 Euro sind jedoch nicht alles, denn auch die Möglichkeit ein Monatsticket in Anspruch zu nehmen wurde gänzlich abgeschafft. Doch alles aus gutem Grund, erklärt Bäderchef Martin Kotinsky im "Heute"-Gespräch.
"Der '1-2-3 Corona-Tarif' zwischen den Jahren 2020 und 2021 wurde zum Wohle der Badegäste eingeführt. So konnten sich die Besucher trotz Einschränkungenin anderen Bereichen, wie Gastro oder Einkauf, ihren Badespaß mittels Ermäßigung dennoch erlauben", sagt Kotinsky. Die Abschaffung der Monatskarte erlaubte hingegen das Einführen von neuen Angeboten, wie der Bonuskarte und der Frühschwimmkarte für jene, die einen frühzeitigen Badespaß vor vielen anderen haben wollen.
Am Ende handelt es sich damit beim diesjährigen Tarifstreng genommen um keine eigentliche Preiserhöhung. "Die Eintrittstickets lagen bereits im Jahre 2019 beim selben Betrag wie heuer." Teuerung aufgrund steigender Energiekosten gibt es damit keine. Im Gegenteil, den Betreibern der Freibäder bliebe nichts anderes übrig, als die Entwicklungen mit zu verfolgen und zu hoffen, dass die Anzahl der begeisterten Badegäste nicht abnehme, so Kotinsky.
Bereits in den Vorjahren stellte die erhöhte Gefahr von COVID-19 eine große Herausforderung für die finanzielle Lage der Freibäder dar. Diesen Sommer müssen die Orte des Badespaßes allerdings schon die nächste Hürde nehmen: Die explodierenden Gas- und Ölpreisen machen auch vor den Wiener Freibädern nicht halt und könnten schon bald zu Veränderungen führen.