Schwierige Entscheidung für Perchtoldsdorf und 220 Bewohner des Ortsteils Tirolerhof: weiterhin Staubbelästigung durch einen Kalksteinbruch oder mehr Verkehr durch ein Mega-Wohnprojekt?
Für weitere 50 Jahre einen Steinbruch vor der Haustüre oder lieber eine Wohnhausanlage mit 250 Einheiten? Darüber können die Bewohner des Ortsteils Tirolerhof in Perchtoldsdorf (Mödling) am 16. Februar abstimmen. Davor gibt es noch eine Reihe von Info-Abenden. Ortschef Martin Schuster (VP): "Man sollte die Chance auf ein Ende der Lärm- und Staubbelästigung durch den Kalksteinbruch nützen, aber die Anzahl der Wohnungen ist zu groß."
Steinbruch-Betreiber Josef Fröstl will das 70.000 Quadratmeter große Gelände jedenfalls verkaufen – entweder an einen Konzern, der weiter abbaut (mit Erweiterungsgenehmigung) oder an den Wohnbauträger "Seeste". Aber im zweiten Fall befürchten die Anrainer eine Zunahme des Individual-Verkehrs.
Karl Steinbacher