Die steirischen Weinbauern dürften nach dem Frost im Frühjahr und unzähligen Hagelschauern nur ein Viertel der Vorjahreernte lesen können. Besonders betroffen ist die Weststeiermark mit dem Schilcher.
Der Frost im Frühjahr und mehrere Hagelunwetter haben die steirischen Weinbauern hart geprüft. Weinbauexperten rechnen laut ersten Prognosen damit, dass es 2016 nur rund ein Viertel der Vorjahresernte zu lesen geben wird, sagt Johann Dreisiebner Obmann des Weinbauverbands Steiermark.
"Normalerweise haben wir über 200.000 Hektoliter - wir haben ja auch eine gesteigerte Weinbaufläche inzwischen - und mit 50.000 bis 60.000 Hektoliter sind wir zirka bei 20 Prozent. Aber es wird kleinregional Unterschiede geben. Es wird sortenweise Unterschiede geben."
Totalausfälle bei Schilcher
Der Schilcher dürfte nur ganz klein ausfallen. In Teilbereichen der Weststeiermark gibt es Totalausfälle. Für den Schilcher gibt es auch keinen Ersatz, weil man aus keinem anderen Bundesland Trauben zukaufen kann. Bei anderen Sorten ist dies laut Buschenschankgesetz möglich - etwa aus Niederösterreich. Den Schilcher gibt es aber eben nur in der Weststeiermark.
Die Weinlese wird in vielen Weingärten erst in der zweiten Septemberhälfte beginnen, schätzt Dreisiebner, da die Winzer noch auf die sonnigen Spätsommertage setzen. Ein ähnliches Frostereignis wie 2016 habe es zuletzt in den 1920-er Jahren gegeben.