Österreich

Steirische Polizei sucht rumänische Leichenteile

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:27

Ein Mord in Rumänien beschäftigt nun auch die steirische Polizei. Ein Mann wird verdächtigt, seinen Vater am Mittwochabend zerstückelt und Leichenteile später in die Oststeiermark transportiert zu haben, um sie hier zu entsorgen.

Ein 40-jähriger Rumäne soll am Mittwochabend in einem westrumänischen Dorf seinen 75-jährigen Vater ermordet haben. Am Donnerstag besuchte er in der Steiermark, in Neudau im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld, Verwandte.

Denen fiel auf, dass er sich sehr seltsam verhielt. Besonders dubios: Er führte ein gelbe Sporttasche mit, die niemand öffnen oder auch nur berühren durfte. Nachdem er in Neudau angekommen war, verschwand er erst mal und tauchte Freitagmorgen ohne Tasche wieder auf.

Heimweg ohne Tasche

Als er am Freitag schleunigst wieder nach Rumänien zurückkehren wollte, hatte er die gelbe Tasche nicht mehr bei sich. Seine in der Steiermark lebende Schwester begleitete ihn. Der Tochter der Schwester ist es zu verdanken, dass der Mann Nahe des ungarisch-rumänischen Grenzübergangs verhaftet werden konnte.

Die Tochter war von der Großmutter vom Tod des Großvaters informiert worden - und auch über den Verdacht gegen den Onkel. Man hatte Teile der zerstückelten Leiche gefunden. Die Tochter verständigte zuerst die Hartberger Polizei, die eine internationale Fahndung einleitete. Einige Stunden später konnte die Tochter ihre Mutter telefonisch errreichen, die ihren Bruder (den mutmaßlichen Täter) 25 Kilometer vor der ungarisch-rumänischen Grenze zurückließ.

Die Frau fuhr zur Grenze weiter, wo sie der Polizei den Standort ihres Bruders mitteilte und diese ihn verhaften konnten. Er ist nach Rumänien ausgeliefert worden.

Wo ist die Tasche?

Für das Schicksal der dubiosen gelben Tasche interessiert sich die Hartberger Polizei nun besonders. Es wird vermutet, dass in der Tasche Hinweise auf die Tat oder vielleicht sogar Leichenteile gewesen sind. Der mutmaßliche Täter dürfte die Tasche im Raum Neudau entsorgt haben. Eine erste Suche verlief ergebnoslos, nun wartet man auf weitere Informationen der rumänischen Behörden.

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