Nicht immer kommen Betrüger mit ihrer hinterhältigen Masche durch. Am Dienstagvormittag beobachtete ein Mann, wie ein Pensionist in Mitterndorf (Bezirk Mürzzuschlag) Geld von der Bank abhob. Als er ihm das Bare nachher stehlen wollte, überlebte er sein blaues Wunder. Statt mit fetter Beute, musste er sich mit einer Ohrfeige zufrieden geben.
Der Kriminelle hatte den Obersteirer beobachtet, wie dieser bei einer Bank 500 Euro Bargeld abgehoben hatte, und wollte ihm mit einem Münzwechseltrick die Scheine abnehmen. Der 74-Jährige bemerkte den Versuch jedoch und versetzte dem Unbekannten mit der flachen Hand einen Schlag ins Gesicht, worauf dieser flüchtete.
Gegen 9.40 Uhr wollte der Pensionist in einem Blumengeschäft etwas kaufen. Als das "Opfer" wenig später das Geschäft verließ, sprach ihn der Mann an und wollte eine Zwei-Euro-Münze gewechselt haben. Als sich der Unbekannte ihm zu sehr näherte und mit einem Autoatlas die Sicht auf das Portemonnaie verdecken wollte, stieß ihn der Pensionist zurück. Dabei wäre es dem Gauner beinahe gelungen, die Geldscheine aus Geldbörse zu stehlen. Der 74-Jährige verpasste dem Dieb jedoch eine Watsche, woraufhin dieser zu einem silbermetallic-farbigen Mercedes rannte und davonfuhr.
Laut Personenbeschreibung dürfte der Unbekannte vermutlich Südosteuropäer, 30 bis 35 Jahre alt, 1,70 bis 1,75 Meter groß und von mittlerer Statur sein. Er sprach Deutsch mit ausländischem Akzent. Der Verdächtige war zur Tatzeit mit einem dunkelblauen Anzug, einem weißen Hemd und einer Krawatte bekleidet, so die Polizeiinspektion Krieglach.
APA/red.