Die Zukunft der Spielkonsolen könnte bald Geschichte sein. Laut einem aktuellen Bericht von Bloomberg Intelligence soll Cloud-Gaming bis 2035 zu einem 38-Milliarden-Dollar-Markt heranwachsen und die klassische Spielkonsole als Massenprodukt verdrängen.
Künstliche Intelligenz soll diese Entwicklung massiv vorantreiben. Weil Rechenzentren für KI massiv ausgebaut werden, könnten diese Kapazitäten auch für Cloud-Gaming genutzt werden - und den Betrieb deutlich günstiger machen.
Wie heise online unter Berufung auf Bloomberg berichtet, würden Konsolen aber nicht komplett verschwinden. Sie sollen für ambitionierte Spieler relevant bleiben, die Wert auf maximale Leistung legen - ähnlich wie heute Plattenspieler für Musikliebhaber.
Profitieren sollen vor allem Unternehmen mit starker Cloud-Infrastruktur: Microsoft, Nvidia und Tencent. Microsoft hält mit Xbox Cloud Gaming derzeit rund 40 Prozent Marktanteil beim Spiele-Streaming.
Allerdings hat Microsoft sein Cloud-Angebot zuletzt eingeschränkt: Ab November begrenzt der Konzern das Cloud-Gaming im Xbox Game Pass auf ein monatliches Stundenkontingent. Das Ultimate-Abo für 21 Euro bekommt 15 Stunden, das Premium-Abo 10 Stunden.
Aktuelle Gaming-Hardware ist in den vergangenen Jahren deutlich teurer geworden. Wegen der Speicherkrise hat Microsoft die Xbox-Preise um bis zu 50 Prozent angehoben. Die Xbox Series X kostet mittlerweile 800 Euro statt 600 Euro. Auch Sony verlangt für die PlayStation 5 inzwischen 650 Euro.
Für Länder, in denen Konsolen schlecht verfügbar oder kaum bezahlbar sind, könnte Cloud-Gaming laut Microsoft eine attraktive Alternative werden.