Die Sternsinger lassen sich von Corona nicht einschüchtern. Mit zahlreichen innovativen Ideen werden die Segenswünsche von den Heiligen Drei Königen nach Hause gebracht. Während die Sternsinger der Salesianerpfarre Amstetten Herz Jesu mit einem Video bitten sie um Spenden (wir berichteten), gehen ihre Kollegen von Haus zu Haus. In Kürnberg (Amstetten) sind Caspar, Melchior und Balthasar mit Maske und Abstand unterwegs.
Auch in Ybbsitz oder Niedernondorf sind Kinder als Heilige Drei Könige verkleidet und ziehen umher. In Loosdorf (Melk) kann eine geweihte Kreide von der Pfarrkirche abgeholt werden. Und dann kann sich jeder selbst die Buchstabe "C+M+B" auf den Türstock zeichnen. Als Alternative kann auch ein Segenspickerl abgeholt werden. "Aber ohne Segen muss kein Haus bleiben", heißt es von der Pfarre Loosdorf.
Gesungen wird heuer nicht. Aber es gibt zahlreiche Alternativen. Manche Pfarren planen auch, selbst gestaltete und dann kopierte Segenskärtchen, Sternbilder oder Billets oder andere Kreativprodukte dazu zu geben. Die Spenden werden kontaktlos übergeben. Mittels Erlagschein oder es besteht auch die Möglichkeit einer Einzahlung direkt auf das Konto der Sternsinger-Aktion. Heuer gibt es auch die Möglichkeit online Segenwünsche zu verschicken. Auf www.sternsingen.at gibt es die Anleitung dazu.
Was bedeutet CMB an der Tür?
Das C+M+B wird dabei entweder als die Anfangsbuchstaben der Namen Caspar, Melchior und Balthasar gedeutet, öfter aber als Segensbitte: Christus Mansionem Benedicat („Christus segne dieses Haus“). Die Hausinschrift an Tür und Türstock geht auf alte Bräuche um Schutz und Eigentum zurück.