Steuer auf Beute: Verein zeigte jetzt Behörde an

Bild: privat

Für den veruntreuten Betrag von 335.718,57 € hatte ein Ex-Manager eine Haftstrafe verbüßt und musste dann noch Steuern zahlen. Ein Wiener Verein sieht darin gleich mehrere Delikte. Folge: Anzeigen!

Wegen des Verdachtes des Amtsmissbrauches, Betruges, Hehlerei und Erpressung hat Gerhard R. vom Verein Church of Certainty Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Korneuburg eingereicht.

Eben in Korneuburg hat erst letzte Woche ein Ex-Manager (30) wegen Steuerhinterziehung gesessen. Der 30-Jährige hatte seinem Ex-Chef 335.718,57 € abgezweigt, saß mehrere Jahre in Haft und wurde schließlich am letzten Mittwoch zur Zahlung von 162.579 € Einkommenssteuer und 70.000 € Strafe wegen Steuerhinterziehung verurteilt („Heute" berichtete).

"Keine Einkommensart"

„Ein Betrug ist keine der sieben Einkommensarten im Sinne des §2 EStG. Und wenn das betrügerisch erworbene Geld beim Glücksspiel verloren wurde, müsste dieser steuerlich relevante Verlust berücksichtigt werden. Und vor allem: Der Staat bereichert sich wissentlich an einem aus einer Straftat stammenden Gut", meint Gerhard R.

Der Korneuburger Staatsanwalt Friedrich Köhl dazu: „Es wäre paradox, wenn ehrliche Bürger Steuern zahlen müssen und unehrliche nicht." (Lie)

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