Der Mitarbeiter einer Steuerberatungskanzlei aus Linz hat zehn Jahre lang dutzende Personen um über 200.000 Euro geschädigt. Sein Trick: Er tauschte die Kontonummern seiner Kunden gegen seine eigene aus.
Der Mitarbeiter einer Steuerberatungskanzlei aus Linz hat zehn Jahre lang dutzende Personen um über 200.000 Euro geschädigt. Sein Trick: Er tauschte die Kontonummern seiner Kunden gegen seine eigene aus.
Der 44-Jährige hat für Kunden die Arbeitnehmerveranlagung oder eine Rückforderung von Steuerguthaben beim Finanzamt durchgeführt. Gab es vom Finanzamt eine Gutschrift, landete das Geld allerdings nicht bei den Kunden, sondern auf seinem Konto.
Kontonummern von Kunden durch eigene ersetzt
Der Mann hat einfach seine Kontonummer gegenüber dem Finanzamt angegeben und so von 46 Kunden im Laufe der Jahre über 200.000 Euro kassiert. In der Steuerberatungskanzlei ist der üble Trick nicht aufgefallen, weil er dort in der Buchhaltung sehr wohl die Kontonummern der Kunden angegeben hat. Die Kanzlei hat nicht bei den Kunden direkt kontrolliert, ob die das Geld vom Finanzamt auch erhalten haben.
Opfer gezielt ausgewählt
Zur Absicherung hat der 44-jährige Mitarbeiter nach Angaben der Polizei auch ganz bewusst Kunden ausgewählt, die ihre Steuererklärungen ebenfalls nicht überprüft und sich auf die Steuerberatungskanzlei verlassen haben.
Erst 2013 ist einer Kundin dann aufgefallen, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Der Mann konnte ausgeforscht werden, und er hat seine Betrügereien auch bereits gestanden.