Oberösterreich

"Steuern auf Sprit und Energie müssen runter"

Unser Leben wird immer teurer. Sprit, Heizen, Lebensmittel - überall geht es nach oben. Eine AK-Expertin fordert jetzt rasches Handeln.
Peter Reidinger
09.03.2022, 15:46

Der Ukraine-Krieg treibt die Preise immer weiter nach oben. 2 Euro pro Liter an der Tankstelle sind keine Seltenheit mehr, wir berichteten.

Höhere Preise für Energie – das trifft die Endverbraucher direkt und indirekt, die Kostenkeule gibt es quasi im Doppelpack.

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Kosten schlagen doppelt durch

"Diese Kosten schlagen nicht nur an der Zapfsäule direkt durch, sondern auch durch die Kosten, die hinter bestimmten Produkten stehen", erklärt Dagmar Andree, Leiterin der Abteilung Wirtschafts-, Sozial- und Gesellschaftspolitik in der Arbeiterkammer OÖ.

Und noch etwas treibt die Preise nach oben: "Die Verknappung der Güter", so die Expertin.

Was aber kann die Politik jetzt tun? Was muss sie tun? "Wir brauchen Initiativen, die uns unabhängiger von fossilen Brennstoffen machen", so Andree.

Sie macht auf ein weiteres Problem aufmerksam. Während nämlich die Preise nach oben gehen, bleiben Einnahmen wie z.B. die Familienbeihilfe gleich hoch.

"Auch das Kilometergeld müsste angepasst werden, zudem könnte man die Steuern auf Sprit senken". Denn: Die Energiepreise würden sich ja nicht nur aus den Rohstoffpreisen zusammensetzen, so Andree.

Klar sei jedenfalls, dass der Krieg immer neue Probleme bringen werde. Wenn nämlich Firmen durch die Krise in Kurzarbeit gehen müssen, haben die Menschen auch bei den Einnahmen einbußen - und spüren so die Teuerung gleich noch viel stärker. "Das bringt die Leute zur Verzweiflung", so Andree.