Eine junge Frau soll am vergangenen Freitag aus einem Restaurant im Schönbrunner Bad verwiesen worden sein, weil sie ihr Kind stillte. Das Lokal wehrt sich gegen die Vorwürfe.
Die Nachricht über den Rauswurf der jungen Frau sorgte in den Sozialen Netzwerken für eine riesige Anteilnahme und löste eine hitzige Diskussion aus. Zahlreiche User äußerten ihren Unmut über den Vorfall und richteten ihren Zorn auf die Betreiber des Restaurants.
In dem wütenden Posting erklärte der Freund, dass die Jungfamilie von einem Kellner daraufhin hingewiesen wurde, dass das Stillen eine "Erregung öffentlichen Ärgernisses" sei und daher im Restaurant nicht gestattet ist. Es handle sich um "eine Anweisung des Managements".
Zudem soll der Mann nur mit Boxershorts bekleidet gewesen sein, was keine "badetaugliche Bekleidung" und damit nicht vorschriftsgemäß sei. Er habe sich daraufhin gleich eine lange Hose angezogen, so der verärgerte Freund.
Restaurant setzt sich zur Wehr
Gegenüber "heute.at" hat sich nun das betreffende Restaurant zu den Vorwürfen geäußert. So heißt es in einer Stellungnahme wörtlich:
"Es wurden in keiner Form die Betroffenen des Bades oder Restaurants verwiesen. Die Gäste haben in Ruhe ihre Getränke ausgetrunken, das Restaurant und vermutlich auch irgendwann im Laufe des Tages das Bad selbständig verlassen."
Laut den Verantwortlichen wurde die Jungfamilie also gar nicht aus dem Restaurant geworfen. Sie soll das Lokal selbständig verlassen haben.
(wil)