Stimme weg: Oper ging ohne Alagna weiter

Opernfreunde staunten am Donnerstagabend nicht schlecht als "Don Carlo" Roberto Alagna plötzlich seine Stimme verlor und mitten in der Verdi-Oper nicht mehr weitersingen konnte. Direktor Dominique Meyer persönlich musste auf die Bühne und erklären, warum es ohne Hauptdarsteller weiterging.

Opernfreunde staunten am Donnerstagabend nicht schlecht als "Don Carlo" Roberto Alagna plötzlich seine Stimme verlor und mitten in der Verdi-Oper nicht mehr weitersingen konnte. Direktor Dominique Meyer persönlich musste auf die Bühne und erklären, warum es ohne Hauptdarsteller weiterging.

Roberto Alagna  bekam im Laufe des ersten Teils stimmliche Probleme und erklärte sich außerstande weiterzusingen. Die Vorstellung wurde trotzdem nicht abgebrochen. Nach der Pause ging "Don Carlo" ohne Don Carlo weiter. Der restliche Cast sang die Oper tapfer zu Ende.

Ersatzsänger war selbst krank und konnte nicht

"Direktor Dominique Meyer war glücklicherweise im Haus und suchte so rasch wie möglich nach einer Lösung. Doch der einzige Sänger, der einspringen hätte können und gerade in Wien war, war leider selbst krank", schildert Pressesprecher Andre Comploi das Dilemma.

Dominique Meyer trat vor den Vorhang und erklärte die Lage

Der Direktor entschied, die Aufführung in einer reduzierten Fassung weiterzuführen. Er trat vor den Vorhang und kärte die Zuschauer über das Problem auf. Das Wiener Publikum zeigte sich großmütig und applaudierte trotzdem. Am Ende fehlten insgesamt rund 20 Minuten Musik, doch auch beim Schlussapplaus für das Ensemble (ohne Alagna) ließen sich die Zuschauer nicht lumpen und klatschten herzlich.

APA/red.

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