Nach dem großen Erfolg der Kino-Komödie "Griechenland" reist Publikumsliebling Thomas Stipsits nun drei Jahre später in ein anderes, beliebtes Urlaubsland. Die Dreharbeiten zu "Italien oder Non mio Esolo" laufen derzeit in Wien, bevor es weiter nach Bella Italia geht. Im Frühling 2027 soll der Film auf die große Leinwand kommen.
Stipsits spielt diesmal Schlagersänger Gery, der einst die Hitparaden stürmte. Inzwischen ist sein Stern ziemlich verglüht, er muss sich mit Werbeauftritte für eine Fleischerei über Wasser halten. Eine Fan-Pilgerreise nach Italien soll seine Kassa wieder zum Klingeln bringen.
Doch der Trip verläuft natürlich ganz anders, als gedacht. Gery verläuft sich, hat dabei aber unerwartet Begleitung von einem Esel. "Die Geschichte ist an die von Roy Black angelehnt. Ich bin ein großer Fan von ihm, weil er so ein interessantes Leben geführt hat. Er hatte mit etwas, das er gar nicht machen wollte, plötzlich großen Erfolg", verrät Stipsits im "Heute"-Gespräch am Set.
"Bei Schlagermusik ist die Welt immer in Ordnung. Dadurch wird die Ambivalenz, der Kampf der Hauptfigur, größer. Einerseits ist es schön, man hat Erfolg, Geld, Ruhm und Anerkennung. Aber man ist relativ viel weg von daheim. Das habe ich einen interessanten Aspekt gefunden: Wenn du vom Ruhm und der Welt so benebelt bist, dass du eigentlich dein Nest verlierst. Das kann ich absolut nachvollziehen." Der Schauspieler betont: "Jede Komödie ist ja ein Drama."
Als Regisseur hat er wieder Daniel Geronimo Prochaska an Bord geholt, mit dem er inzwischen schon sechs Filme gedreht hat, unter anderen die "Stinatz"-Krimis, die Stipsits auch geschrieben hat. "Bei uns passt es menschlich sehr gut. Wir haben den gleichen Humor, wir ergänzen uns einfach. Uns beiden ist eine gute Atmosphäre am Set und der Spaß an der Sache wichtig. Die Geschichte ist toll und wir haben den gleichen Geschmack, auch was Rollen betrifft", so der Filmemacher.
"Für die Hauptrollen haben wir alle Schauspieler gekriegt, die wir wollten. Oft hat man beim Schreiben ja schon jemanden im Kopf, gerade Lukas (Walcher) und Maria (Hofstätter). Es ist super, wenn es dann genauso wird, wie man es sich vorgestellt hat", freut sich Stipsits, der im Film auch erstmals einen Schlagersong singt. "Ti amo, va bene" hat er selbst mitgeschrieben. "Das macht großen Spaß. Wer möchte nicht einmal Roland Kaiser sein, ganz ehrlich?"
Regisseur und Schauspieler betonen, wie bedeutend der Zusammenhalt zwischen allen am Set ist, viele sind schon durch die "Stinatz"-Krimis zusammengewachsen. "Wir haben das beste Team, alle kommen mit einem Lächeln aufs Set kommen", so Prochaska. "Der österreichische Film ist von den Kürzungen schon sehr betroffen, die Komödie hat es nicht immer so leicht. Ich bin sehr dankbar, dass wir dieses Team haben", betont auch Stipsits.
Auch die Zusammenarbeit mit tierischen Kollegen erlebt der Kabarettist als besonders. Zwei Eselinnen, Malibu und Mai Tai, wechseln sich in der Komödie an seiner Seite ab. "Wir hatten viel Training mit den Eseln und haben Zeit mit ihnen verbracht. Wenn der Esel seinen Bauch zeigt, ist das der größte Vertrauensbeweis."