Im Innviertel hatten die Wiener überzeugt. Nach der Führung durch Benedikt Pichler (4.) und der harten gelb-roten Karte gegen Neuzugang Eric Martel (51.) verteidigten die dezimierten "Veilchen" aufopferungsvoll, traten so aggressiv, kompakt und lauffreudig wie selten im Herbst auf. So brachten die Wiener die wichtigen drei Punkte ins Trockene.
Das hatte auch General Manager Peter Stöger zu einem im Herbst selten gehörten Lob veranlasst. "Die Moral, und wie es die Mannschaft in der zweiten Hälfte angelegt hat, hat mich schon sehr beeindruckt", erklärte der 54-Jährige bei "Sky".
Trotzdem wollte violette Sport-Boss den Sieg nicht überbewerten. Die drei Punkte sind nur die Hälfte wert, wenn die Austria am Dienstag beim Schlusslicht Admira patzen sollte. "Wir haben eine ordentliche erste Halbzeit gespielt, danach viel dafür gearbeitet, den Sieg ins Ziel zu bringen. Es ist noch sehr viel zu tun, aber wir sind froh, dass wir so reingestartet sind", so Stöger.
Ähnlich sah es auch der violette Siegtorschütze Benedikt Pichler. "Wir haben von der ersten Minute an gezeigt, dass wir gewinnen wollen. In meinen Augen ist der Sieg höchstverdient. Das war der erste Schritt, wir hoffen, dass es so weitergeht", unterstrich der Salzburger.
Trotz seiner gelb-roten Karte holte sich Martel ein Sonderlob von Stöger ab. "Er hat eine tolle erste Halbzeit gespielt, hat gezeigt, dass er unser Spiel beleben kann. Für ihn ist es aber bitter, denn er dreht sich eigentlich weg", kommentierte der Wiener den harten Ausschluss. Schon während des Spiels hatte Stöger für seine Beschwerde über den Ausschluss Gelb gesehen.