SPÖ-Gesundheitsminister Alois Stöger hofft, dass das Angebot der Gratis-Zahnspange für Kinder vor dem Ende der Legislaturperiode 2018 umgesetzt wird. Aber er müsse zuerst die budgetären Verhandlungen abwarten, so Stöger am Dienstag.
"Sobald als möglich", also sobald man in der Lage sei, sie zu finanzieren, soll die kommen, meinte Stöger. Allerdings räumte er auch ein, dass das Regierungsprogramm bis Ende der Legislaturperiode läuft.
Ob die Zahnspange nur dann kostenlos sein wird, wenn der Einsatz medizinisch indiziert ist oder auch aus kosmetischen Gründen, ließ Stöger offen. Es zeichnet sich aber die Notwendigkeit hierfür ab: "Es geht darum, dort wo es medizinisch nötig ist." Stöger verwies auch auf Einstufungen, die einzuhalten sind. Auf die Frage, ob die Gratis-Zahnspange noch vor 2018 kommt, erklärte Stöger: "Ich hoffe."
Ärzte warnen vor Aufschiebung
Kieferorthopäden warnen jetzt Eltern davor, die kieferorthopädische Behandlung aufzuschieben , denn das richtige Timing der Braces sei das A und O des Behandlungserfolges. Für eine umfassende Veränderung und Korrektur des Bisses gebe es nur ein begrenztes Zeitfenster: „Wir haben im frühpubertären Alter zwischen 11 und 13 Jahren ein
begrenztes Zeitfenster, in dem Bisskorrekturen durch Kieferwachstum möglich sind”, sagt Maija Eltz, Kieferorthopädin und Gründerin des Eltz Instituts für Kieferorthopädie in der Wiener Innenstadt. Später könne der Biss dann oft nur noch operativ verändert werden.
In Österreich benötigt derzeit jedes dritte Kind eine Zahnkorrektur aus medizinischer Sicht, die in der Regel
zwischen 3.000 und 6.000 Euro kostet. Übernimmt die Krankenkasse diese Kosten, muss der Staat mit einer Summe von rund 125 Millionen Euro jährlich rechnen.