Erst wenige Tage ist Alois Stöger (SP) als neuer Verkehrsminister angelobt. Im "Heute"-Interview mit Erich Nuler und Robert Zwickelsdorfer lässt er aufhorchen: Es sei kein "Dogma", dass die U-Bahn an Wiens Stadtgrenzen enden müsse.
Erst wenige Tage ist Alois Stöger (SP) als neuer Verkehrsminister angelobt. Im "Heute"-Interview mit Erich Nuler und Robert Zwickelsdorfer lässt er aufhorchen: Es sei kein "Dogma", dass die U-Bahn an Wiens Stadtgrenzen enden müsse.
"Heute": Ihre Vorgängerin hat Ihnen eine Spielzeug-Lok geschenkt. Wann kommt der Regierungszug in Fahrt?
Alois Stöger: Es gibt eine neue Energie. Der Zug ist in Fahrt.
"Heute": Wann sind Sie zum letzten Mal öffentlich gefahren?
Alois Stöger: Im Job greife ich aufs Dienstauto zurück. Bevor ich Minister wurde, bin ich aber sehr viel öffentlich gefahren.
"Heute": Sie wollen Öffis attraktivieren. Auch mit dem U-Bahn- Ausbau über die Stadtgrenze?
Alois Stöger: Es geht um Mobilitätsbedürfnisse der Menschen. Ob ich die U-Bahn in der Stadt oder über die Stadtgrenze ausbaue, ist zweitrangig.
"Heute": Der Bund finanziert den Ausbau mit. Wien und Niederösterreich haben Interesse an einer länderübergreifenden Trasse, z. B. U4 nach Purkersdorf oder U3 nach Schwechat.
Alois Stöger: Ich bin kein Dogmatiker. Wenn Wien und Niederösterreich wollen, rede ich gerne mit allen.
"Heute": Wie viel schießen Sie zum UBahn- Bau in Wien zu?
Alois Stöger: 1,8 Milliarden Euro bis 2020.
"Heute": Wie fühlt man sich als "Weltallminister"?
Alois Stöger: Sehr gut. Ich habe im Büro ein Modell des ersten österreichischen Satelliten "Tugsat 1". Das zeigt, welche Kreativität von Österreichern ausgeht