Österreich

Stoppuhr als Lehrmittel in Wiener Volksschule!

In der VS Schüttaustraße gibt es strenge Regeln. Eltern berichten über äußerst seltsame Methoden der Pädagogik und des „Strafens".
Heute Redaktion
13.09.2021, 20:46

Die Volksschule Schüttaustraße 42 (Donaustadt) ist nach ihrem Umbau ein wirkliches Schmuckstück der Pädagogik, im Haus selbst sollen jedoch extrem strenge Erziehungsregeln gelten. Besorgte Eltern haben sich deshalb an „Heute" gewandt und unsere Recherche hat ergeben: Fast alle „Vorwürfe" stimmen, aber selbst der zuständige Pflichtschulinspektor hält sie für angebracht.

In der 2A der Schule soll die Lehrerin eine Stoppuhr angebracht haben, die gedrückt wird, solange der Unterricht durch die Kinder gestört und angehalten wird. Die empörte Mutter: „Die Zeit, die dafür drauf' geht, dass sich alle wieder beruhigen, wird ihnen dann von der Essenspause abgezogen."

Hofpause manchmal gestrichen

Pflichtschulinspektor Rudolf Reiner, von „Heute" zu den Vorwürfen befragt, bestreitet die Stoppuhr nicht, sagt aber: „Eine Streichung der Essenspause gibt es deswegen nicht." Hingegen bestätigt Reiner den Vorwurf der Mütter, dass die Hofpause manchmal gestrichen werde, mit den Worten: „Das kann gelegentlich vorkommen und liegt im Ermessen der Lehrerinnen."

Der heftigste Vorwurf, wonach unruhige Schüler mitten in der Stunde aus dem Unterricht expediert und in eine andere Klasse gesetzt würden, und dort „Silencio" einhalten müssten, lässt der Schulinspektor gelten: „Das ist ein stimmiges Vorgehen, damit der Regelunterricht aufrecht erhalten werden kann."

Lehrerin als "Hure" beschimpft

Tatsächlich dürfte es in der „Vorzeigeschule" in der Schüttaustrasse – die keinen besonders hohen Migrationsanteil aufweist – heftig zugehen. So soll ein Achtjähriger vor kurzem eine Lehrerin, die ihn zurechtgewiesen hat, mit den Worten: „Schleich dich, du Hure!" bedacht haben.

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