Volltreffer am Montag bei einer Schwerpunktkontrolle der Wiener Polizei gegen Laserblocker im Bereich der Heiligenstädter Straße in Wien-Döbling. Gleich 13 Fahrzeuglenker hatten illegale Störsender an ihren Autos montiert, darunter auch ein Porsche-Fahrer. Die Lenker wurden angezeigt, die verbotenen Geräte sichergestellt.
Wird man mit einem Störsender erwischt, wird die Weiterfahrt laut Polizei bis zum vollständigen Ausbau verboten. Kann dies durch den Fahrzeuglenker vor Ort nicht bewerkstelligt werden, werden die betroffenen Fahrzeuge kostenpflichtig abgeschleppt.
Laserblocker werden im Bereich der vorderen Kennzeichentafel eingebaut, durch das Aussenden von Impulsen werden die Lasermessgeräte der Polizei gestört.
Fehlermeldung am Polizeidisplay
Die Geräte sind bereits ab 600 Euro (ohne Einbau) zu haben. "Der Kauf ist nicht verboten, doch das bloße Mitführen im Auto ist schon illegal", warnt Polizeisprecher Harald Sörös. "Ein Laserblocker erzeugt eine ungültige Messung oder eine Fehlermeldung am Display der Radarpistole", klärt Sörös auf.
13 Laserblocker in drei Stunden
Rechtsgrundlage für die Kontrollen ist der §98a des Kraftfahrgesetzes (KFG). "Dieser ist erst seit dem 1. 1. 2017 in Kraft. Deshalb gibt es auch erst seit heuer Schwerpunktaktionen", so Sörös. Dabei werden gezielt Sportwägen und Luxus-Autos kontrolliert. Diese haben oft Laserblocker eingebaut, um beim Rasen nicht von der Polizei geblitzt werden zu können. Die Tendenz ist steigend: Das Planquadrat am Montag dauerte gerade einmal drei Stunden.
Im Zuge der Schwerpunktkontrolle wurde auch ein 25-Jähriger Wiener im Ortsgebiet mit 103 km/h anstatt der erlaubten 50 km/h gemessen und angezeigt. Ihm droht nun der Führerscheinentzug.
(pet)