Politik

Strache erklärt Slogan "Nächstenliebe"

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:48

Die FPÖ präsentierte am Mittwoch ihr Wahlprogramm. Dabei ging Parteichef HC Strache auf die Kritik der Kirche zum Wahlkampfslogan über die "Nächstenliebe" ein.

Die FPÖ präsentierte am Mittwoch ihr Wahlprogramm. Dabei ging Parteichef HC Strache auf die ein.

Der FPÖ-Bundesparteiobmann versteht die Kritik an den Plakaten (der Slogan lautet "Politik der 'Nächstenliebe'") für die Nationalratswahl nicht: "Offenbar glauben ein paar Leute, sie hätten den Begriff Nächstenliebe für sich gepachtet und wehe, ein anderer nimmt ihn in den Mund", meinte der FPÖ-Bundesparteiobmann, der klarstellte: "Wir führen keine theologische Debatte. Das überlassen wir den zuständigen Experten. In diesem Zusammenhang ist es auch nicht relevant, wer als erster Nächstenliebe eingefordert hat, Sokrates, Buddha oder Jesus. Es geht uns um den Wert an sich, der ein allgemein menschlicher ist. Auf dessen Verwendung hat niemand ein Monopol." Und genauso wenig habe irgendjemand die Deutungshoheit.

Bundeskanzler Faymann habe am 15. Jänner 2013 vor dem EU-Parlament Nächstenliebe und Solidarität eingefordert. Damit habe er allerdings Nächstenliebe für Banken, Spekulanten, ESM und Haftungen gemeint, so Strache weiter.

Politik der "Nächstenliebe", führte Strache weiter aus, heiße:


Sozial schwache und hilfsbedürftige Österreicher unterstützen
Leistbares Leben samt sicherer Arbeitsplätze mit Einkommen zum Auskommen
Österreicher zuerst bei Arbeitsplätzen und im Sozialsystem
Gesicherter Lebensabend mit wertgesicherten Pensionen
Unsere Familien & die eigene Jugend fördern
Schluss mit Milliardenhaftungen für EU-Pleite-Staaten - Senkung der EU-Beiträge
Heimische Klein- und Mittelbetriebe entlasten
Direkte Demokratie ohne Wenn und Aber
Schutz vor Kriminalität & Asylmissbrauch
Bewahrung der Identität, Kultur & Eigenständigkeit


Ausstieg aus EU-Rettungsschirm gefordert

Einmal mehr forderte Strache den Ausstieg aus ESM- und EFSF-Haftung: "Wir wollen die Senkung der österreichischen EU-Beiträge nach dem Muster von Großbritannien."

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