Politik

Strache geht auf ORF-Journalistin los

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:36

Bei der Pressestunde am Sonntag im ORF hat FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache die Moderatorin Patricia Pawlicki attackiert, sie hat ihm dafür Stalking vorgeworfen.

Strache hat Pawlicki vorgeworfen, dass die von ihrem Ehemann Helmut Brandstätter geführte Tageszeitung "Kurier" den Wohnsitz seiner früheren Freundin "fotografiert und in der Zeitung veröffentlicht" habe. Damit sei die Privatsphäre der jungen Frau "mit Füßen getreten" worden.

Gegenvorwurf Stalking

Pawlicki konterte mit dem Vorwurf, "dass Sie mein Haus abgefilmt haben und dass Sie und Ihre Leute versucht haben, mich zu stalken". Brandstätter kritisierte Strache via Twitter: "So jemand will Bundeskanzler werden. Hat keine Argumente und geht auf Redakteurin los, indem er ihren Mann kritisiert. Das wird nix."

Die FPÖ hat indessen einen "einmaligen Besuch" eines Kamerateams der Partei bei dem Haus bestätigt.

Trennung via FPÖ verkündet

Die Tatsache, dass er seine mittels offizieller Presseaussendung des FPÖ-Parlamentsklubs verkündet hatte, verteidigte Strache. Eine "gemeinsame Erklärung" sei nötig gewesen, zumal die Medien laufend Interviewanfragen zu dem Thema gestellt haben, so Strache.

"Eiskalt belogen"

Der Regierung warf der blaue Frontmann vor, die Wähler beim Budget "eiskalt belogen" zu haben. mithilfe einer Verwaltungsreform - etwa durch die Reduktion der Sozialversicherungen auf nur noch zwei und durch einen Abbau von Akutbetten in den Krankenhäusern, sowie durch geringere Beiträge zu EU und ESM.

Pro Steuerreform

Im Gegenzug forderte er eine Senkung des Eingangssteuersatzes auf nur noch 25 Prozent und einen Spitzensteuersatz erst ab 100.000 Euro. Diskutieren könnte man seiner Meinung nach über eine Erbschaftssteuer für Summen ab 700.000 bis eine Million Euro.

EU-Parlament in Straßburg

Das derzeit zwischen der EU-Hauptstadt Brüssel, Luxemburg und der französischen Stadt Straßburg pendelnde EU-Parlament hatte am Mittwoch gefordert, selbst über seinen Standort entscheiden zu dürfen. Die FPÖ-Abgeordneten hatten gegen die Resolution gestimmt. Strache will das nicht als Kniefall vor seiner französischen Kooperationspartnerin Marine Le Pen vom nationalistischen Front National verstanden wissen. Vielmehr trete die FPÖ für einen einzigen Standort des Parlaments ein, dieser solle aber Straßburg sein: "Das ist keine Unterwerfungsgeste, sondern eine gemeinsame Position die wir vertreten."

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