Politik

Strache glaubt an Sieg und ändert Meinung

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:07

Obwohl die FPÖ fast in allen Umfragen hinter SPÖ und ÖVP rangiert, ist Parteichef Heinz-Christian Strache vom Sieg seiner Partei überzeugt. Zudem änderte er wieder seine Meinung, was die Position seiner "Blauen" bei einer möglichen Regierungsbeteiligung betrifft und würde sogar mit Frank Stronach koalieren, nur um endlich an der Macht zu sein.

Obwohl die FPÖ fast in allen Umfragen hinter SPÖ und ÖVP rangiert, ist Parteichef Heinz-Christian Strache vom Sieg seiner Partei überzeugt. Zudem änderte er wieder seine Meinung, was die Position seiner "Blauen" bei einer möglichen Regierungsbeteiligung betrifft und würde sogar mit Frank Stronach koalieren, nur um endlich an der Macht zu sein.

Verdächtig still ist es um den sonst nicht wortkargen Strache geworden. Stronach stahl dem FPÖ-Chef in den vergangenen Wochen die Show. In aktuellen Umfragen bewegen sich die Freiheitlichen gerade einmal bei 20 Prozent. Der Einstieg des Austro-Kanadiers in die Politik kostet Strache wohl mehr Stimmen, als er anfänglich glaubte. Dennoch erklärte er am Donnerstag in der "ZiB 2": "Es ist mein Ziel und Anspruch, ich will stärkste Kraft werden."

Widerspruch 1: Kanzleranspruch

Den Umfragen zum Trotz erwartet Strache ein Duell mit SP-Chef Werner Faymann, den er als "einzig ernstzunehmender Herausforderer" bezeichnet. Für Verwirrung sorgte Strache aber wie so oft mit widersprüchlichen Aussagen. Erst vor ein paar Tagen meinte er gegenüber der , dass er nur als Wahlsieger in die Regierung gehen würde.

Über so eine Aussage stolperte einst schon Wolfgang Schüssel. Aber am Donnerstag hatte Strache ohnehin schon wieder eine andere Meinung. Jetzt gibt er sich schon mit dem Posten des Vizekanzlers zufrieden. "Grundsätzlich wäre es dumm, so etwas auszuschließen." Also einfach mit aller Kraft irgendwie an die Macht? Nicht ganz - denn Forderungen stellt Strache schon noch.

Eine Koalition mit der FPÖ kann es nur geben, wenn  sein Modell der direkten Demokratie  nach schweizer Vorbild umgesetzt wird. Demnach muss es bei 200.000 Unterschriften für eine Gesetzesänderung eine Volksabstimmung geben. Und bei einer solchen soll gleich einmal über den Euro-Austritt abgestimmt werden. Das sind Straches Forderungen - Stand Donnerstag.

Widerspruch 2: Frank Stronach

Seine Meinung über Stronach hat der Rechtspopulist auch schon wieder geändert. . Nur vier Monate später ist die Stronach-Partei sogar gut genug für eine Koalition mit der FPÖ. "Ich grenze keine Partei aus. Das ist eine inhaltliche Frage und nicht eine Frage von Farbenspielen."

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen