Wien zittert vor 6 Demos gegen Türkis-Blau

Schon vor der Wahl mobilisierten Gruppen gegen eine ÖVP-FPÖ-Koalition. Archivbild.
Schon vor der Wahl mobilisierten Gruppen gegen eine ÖVP-FPÖ-Koalition. Archivbild.Bild: picturedesk.com
Zahlreiche linkspolitische Gruppen formieren sich zu Demos gegen die Angelobung von Türkis-Blau. Die Wiener Innenstadt wird zur Hochsicherheitszone. Verkehrskollaps angesagt!
Kaum war ein Ende der Koalitionsgespräche absehbar, hatten sich auch schon zahlreiche Protestkundgebungen gegen Türkis-Blau organisiert. Wenn das Kabinett Sebastian Kurz wie geplant am Montag in der Hofburg angelobt wird, gehen gleichzeitig Tausende Menschen gegen die "Kahlenberg-Koalition" auf die Straße.

Die Wiener Polizei rüstet sich bereits jetzt für einen Großeinsatz, es wird großräumig abgesperrt. Die bereits angekündigten Straßensperren auf dem Ring und der Ausweichroute Zweierlinie am Vormittag versprechen ein Verkehrschaos. Der ÖAMTC spricht gar von einem "völligen Verkehrschaos im Montagfrühverkehr". Selbst Pendler, die mit den Öffis unterwegs sind, werden durch Umleitungen und Kurzführungen behindert – "heute.at" berichtete.

Formiert werden die Proteste vor der Universität und am Heldenplatz von den Vereinigungen "Offensive gegen Rechts", "Plattform für eine menschliche Asylpolitik", dem "KZ-Verband", dem "Verband sozialistischer Student_innen Österreichs (VSSTÖ)", der "Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH)" und einer Privatperson, wie u.a. die Wiener Polizei auf "heute.at"-Anfrage mitteilte. Die Exekutive rechnet mit bis zu 6.000 Teilnehmern an den Demozügen.

CommentCreated with Sketch.71 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Kern: "Man kann die verstehen"

Unter dem Stichwort "Tag X" formieren sich über die sozialen Medien zahlreiche weitere Gruppen, wie etwa die "Interventionistische Linke Wien" und die"Autonome Antifa W". Dazu kommen Protestaktionen, die keine polizeiliche Genehmigung vorweisen können. Auf Facebook warnen sich die Demonstranten gegenseitig vor dem möglichen Einsatz von Wasserwerfern.

Noch-Bundeskanzler und baldiger Oppositionsführer Christian Kern (SPÖ) hatte sich am Rande seines letzten EU-Gipfels zu den geplanten Demonstrationen gegen die Angelobung der Türkis-Blauen Regierung geäußert: "Man kann die verstehen", wird Kern in den "Salzburger Nachrichten" zitiert.

Alle Regierungsmitglieder in der Übersicht (für weitere Details anklicken):
(red)

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