Strache will kein Fußabstreifer sein

Strache mit Tobias Pötzelsberger (ORF) und Eva Linsinger ("profil")
Strache mit Tobias Pötzelsberger (ORF) und Eva Linsinger ("profil")Sabine Hertel
Exakt drei Wochen vor der Wien-Wahl war Heinz-Christian Strache Gast in der ORF-"Pressestunde". Breiten Raum nahm dabei die Spesenaffäre ein.

Schon nach wenigen Minuten kam das Gespräch auf Straches Spesenaffäre. Der blieb bei seiner Verteidigungslinie: Sämtliche Ausgaben seien genehmigt gewesen. Mit den Vorwürfen wolle man "offenbar nachhaltig jemanden auf dem politischen Parkett loswerden".

Besonders bei der Frage von Tobias Pötzelsberger, ob er Nachhilfekosten für seine Kinder eingereicht oder auf Parteikosten das Videospiel "Clash of Clans" gespielt habe, geriet Strache richtig in Fahrt: "Ich bin ja jetzt nicht Ihr Fußabstreifer, dass Sie hier einfach Dinge in den Raum stellen, die natürlich – und das ist gut so – von den Ermittlungsbehörden hoffentlich rasch geklärt werden." Viele Dinge stünden im Raum, die "so nicht stimmen". Er sei als FPÖ-Chef sieben Tage in der Woche unterwegs gewesen, oft auch "mit Entourage", nannte Strache etwa Dominik Nepp und Johann Gudenus. Dass man ihm jetzt Ausgaben für Konsumationen bei diesen Terminen vorwerfe, finde er nicht in Ordnung: "Die Entourage hat teilweise mehr konsumiert als ich."

Strache "kann keine Pandemie erkennen" 

Der Öffnung seiner Konten durch die Ermittler sieht er gelassen entgegen. Zweites großes Thema war Corona. Hier warf Strache der Regierung "überzogene Panikmache" vor. Eine Pandemie stellte er in Abrede: "Bei den Zahlen, die ich sehe, die evidenzbasiert sind, kann ich keine Pandemie erkennen." Sein Wahlziel bezifferte er mit "Richtung zehn Prozent". Das würde ein "politisches Erdbeben über die Landesgrenze Wiens hinweg auslösen", so Strache.

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