Straches Schamane wird zum Fall für das Parlament

Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache soll mehrmals einen Schamanen ins Vizekanzler-Amt bestellt haben. Unklar ist, ob Strache selbst, die FPÖ oder der Steuerzahler ihn bezahlt haben.
Der Skandalakt Strache kommt nicht aus den Schlagzeilen. Wie das Magazin "Profil" nun berichtet, soll der Ex-Vizekanzler mehrmals einen Schamanen ins Vizekanzler-Amt bestellt haben.

Vier Sitzungen im Vizekanzleramt



David Stögmüller von den Grünen will eine parlamentarische Anfrage zu Straches Spesen einbringen, die auch diese Frage klären soll. "Es ist zu hinterfragen, ob Strache, nachdem er Vizekanzler und Bundesminister geworden ist, plötzlich mit dem Abrechnen von privaten Ausgaben über Spesenabrechnungen aufgehört hat", so Stögmüller.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Zu den neuesten Medienberichten meint der grüne Politiker: "Nicht nur, dass es bedenklich ist, dass HC Strache als Vizekanzler auf einen Schamanen zurückgreift, es muss geklärt werden, ob das aus Staatskosten bezahlt worden ist. Ebenso muss geklärt werden, ob zu irgendeinem Zeitpunkt ein Vertragsverhältnis zwischen dem Ressort von Minister Strache und seiner Ehefrau Philippa Strache bestand."



Laut dem "Profil"-Bericht empfing Strache 2018 viermal einen Schamanen im Vizekanzleramt. Die Sitzungen sollen jeweils zwei bis drei Stunden gedauert haben. Der Humanenergetiker bot demnach "schamanische Energiearbeit", "Schwitzhütten-Sessions" und "rituelle Reinigungen" an. Eine Stunde kostet 96 Euro.

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