An mehreren beliebten Stränden in Portugal mussten Badeabschnitte vorübergehend gesperrt werden. Grund dafür sind Sichtungen der Portugiesischen Galeere. Die Behörden warnen Urlauber eindringlich davor, den Meerestieren zu nahe zu kommen.
Die Portugiesische Galeere gehört biologisch zu den sogenannten Staatsquallen und ist an ihrem blau-violetten, mit Gas gefüllten Schwimmkörper zu erkennen. Unter der Wasseroberfläche ziehen sich oft kaum sichtbare Tentakel entlang, die mehrere Dutzend Meter lang werden können.
Ein Kontakt mit den Tentakeln verursacht starke Schmerzen, brennende Hautreizungen und rote Striemen. In Einzelfällen kann das Gift schwere allergische Reaktionen auslösen, die medizinisch behandelt werden müssen und im schlimmsten Fall tödlich enden können. Auch angespülte oder bereits abgestorbene Portugiesische Galeeren bleiben gefährlich, da ihre Nesselzellen oft noch mehrere Tage aktiv sind.
Die Behörden raten Badegästen, ausreichend Abstand zu halten und Sichtungen sofort den Rettungsschwimmern oder der Strandaufsicht zu melden. Betroffene Strandabschnitte wurden vorsorglich gesperrt, bis keine Gefahr mehr besteht.
Nach einem Kontakt mit den Tentakeln sollte das Wasser sofort verlassen werden. Die betroffene Stelle sollte mit Meerwasser – nicht mit Süßwasser – abgespült werden. Sichtbare Tentakel können vorsichtig mit einer Pinzette, Handschuhen oder einer Plastikkarte entfernt werden. Bei starken Schmerzen, Atembeschwerden oder anderen schweren Symptomen wird empfohlen, umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Fachleute gehen davon aus, dass steigende Meerestemperaturen und veränderte Meeresströmungen dazu beitragen, dass die Portugiesische Galeere inzwischen häufiger an den Küsten Südeuropas gesichtet wird. Auch der Rückgang natürlicher Fressfeinde wie Meeresschildkröten oder Mondfische könnte ihre Ausbreitung begünstigen.